Hoffnungslos – Gedankensplitter

Holger blickte.
Auf die Uhr.
In 5 Minuten.
Sollte er aufstehen.
Sein letzter Arbeitstag.
In der Firma.
Mit fast 58 Jahren…
Alteisen…
Aussortiert.
Nicht mehr belastbar…
Nein.
Er würde heute.
Nicht.
In die Firma fahren.
Sich anstarren lassen.
Von allen.
Mitleidig.
Abschätzend.
Was auch immer.
Er würde anrufen.
Später.
Bei der Personalchefin.
Sich krankmelden.
Und vom Arzt.
Eine Bestätigung schicken.
Das tat er sich.
Nicht mehr an.

Eine Abschiedsfeier.
Hatte er…
Abgewehrt.
Auf keinen Fall!
Womöglich.
Dem Chef zuprosten.
Dem er das.
Zu verdanken hatte.
Alles Gute…
Für Ihre berufliche Zukunft!
Hatte der gemeint.
Nach der Kündigung.
Zynismus pur.
In seinem Alter.
War ein neuer Job.
Fast ein Wunder.
Vermittelt zu werden.
An etwas…
Gleichwertiges.
Nicht realistisch.
Der Chef hatte das.
Gewusst.
Und trotzdem.
Nicht gezögert.
Ein junger Mann.
Kostete.
Weniger Geld.
Das stimmte.
Aber hatte so einer…
Seine Erfahrung?
Doch…
Das spielte keine Rolle!
Dann stellte er.
Den Wecker ab.
Er würde es.
Schwer haben.
Auf sich gestellt.
Keine Freunde.
Keine Familie…
Nach dem Frühstück.
Rief er an.
In der Firma.
Dann machte er sich.
Auf dem Weg.
Zum Arzt.
Kreuzschmerzen!
Würde er sagen!

Das Handy piepste.
Eine What’s App.
Von einer Kollegin.
Was ist los…
Mit dir?
Er steckte.
Das Smartphone.
Wieder ein.
Interessierte ihn gar nicht.
Was die Kollegen.
Dachten und redeten.
Es änderte nichts.
Er wollte.
Seine Wunden lecken.
Alleine.
Seine Ruhe haben.
Und überlegen.
Wie er zurechtkam.
In Zukunft.
Er musste.
Den Gürtel.
Enger schnallen!
Mit dem Arbeitslosengeld.
War schwer auszukommen…
Diese Woche noch.
Auf das AMS:
Er wusste schon.
Was der Berater.
Sagen würde.
Er war einer.
Von vielen.
Und in einem Alter…
So knapp.
Vor der Pension…

Vivienne/Gedankensplitter

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