Wann bin ich je wirklich frei?
Nicht gefangen in Zwängen.
Oder Schuldgefühlen.
In Ängsten.
Oder Harmoniesucht…
Wann bin ich?
So wie ich sein könnte?
So wie ich sein möchte?
Das frage ich mich.
An seltenen Tagen.
Wenn ich in den Spiegel blicke.
Mein Gesicht betrachte.
Und mich schuldig fühle.
Ob meiner Eitelkeit.
Ob meiner Oberflächlichkeit.
Ob meiner Unsicherheiten…
Wann bin ich je wirklich frei?
Dann.
Wenn ich mich liebe wie ich bin.
Wenn ich Farbe auf mein Gesicht auftrage.
Wissend.
Das tut mir gut.
Aber es ist nicht alles.
Das allein macht mich nicht aus.
Wenn ich Kalorien zähle.
Und weniger esse.
Wenn ich mich gesünder ernähre.
Und mich wegen meiner weiten Jeans freue.
Toll!
Dieser Erfolg ist wichtig für mich!
Aber deshalb bin ich kein anderer Mensch.
Deshalb liebt mich niemand mehr.
Solange ich mich selbst nicht liebe.
Annehme wie ich bin…
Wann bin ich je wirklich frei?
Wenn ich mich nicht anbiete.
Hilfsbereit.
Und ohne auf mich selbst zu achten.
Hoffend.
Unbewusst.
Geliebt zu werden.
Für das was ich tue.
Und nicht um meiner selbst Willen…
Meine Seele ist zerrissen.
Zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit.
Zwischen Sehnsucht nach Liebe und Selbsthass.
Ich liege in Ketten.
Ich habe sie selbst geschmiedet.
Ich liege in Ketten.
Selbst angelegt.
Und den Schlüssel finde ich nicht mehr…
Vivienne/Gedankensplitter