Lebst du noch? – Gedankensplitter

Deine Karriere.
Sie ist dir wichtig.
Und dein Chef.
Er verlässt sich auf dich.
Blind.
Du bist.
Seine rechte Hand.
Und er weiß.
Er kann dich erreichen.
Tag und Nacht.
Auch am Wochenende.
Er rechnet mit dir.
Immer.
Und.
Du würdest sonst was tun.
Damit er.
Zufrieden ist.
Nein.
Besser noch.
Beeindruckt!
Du hast mit ihm geschlafen.
Ein paar Mal.
Und wenn es was bringt.
Dann wirst du es.
Wieder tun…

Manchmal.
Da bist du müde.
Statistiken studieren.
Sogar daheim.
Mails bearbeiten.
Ständig.
Und immer das Handy.
Griffbereit.
Um Kunden anzurufen.
Lieferanten…
Erreichbar sein…!
Freunde.
Hast du wenige.
Die meisten.
Aus der Firma.
Einen Freund.
Hattest du.
Schon lange nicht mehr.
Der letzte.
Er war weg.
Weil Nächtens.
Ständig das Handy klingelte.
Vielleicht.
Hat er auch geahnt.
Das mit dem Chef was läuft.
Dann und wann.
Dabei.
Ist das nicht ernst gemeint.
Nein.
Das gehört zum Job.
Für dich.
Wie eine Dienstbesprechung.
Oder eine Bedarfsanalyse.
Notwendig für die Karriere…

Aber dein Freund.
Er verschwand.
Fast unmerklich.
Nebenbei.
Und Bedürfnisse.
So zwischenmenschlich.
Die hattest du.
Schon lange nicht mehr.
Abhanden gekommen.
Und wenn dein Chef.
Dich besteigst.
Dann fühlst du nichts.
Ein wenig stöhnen.
Das muss reichen.
Oder?
Dein Tag.
Er beginnt mit der Firma.
Und er endet mit ihr.
Manchmal.
Geht es auch noch weiter.
In der Nacht.
Man muss.
Auf den Markt reagieren.
So ist es.
Und wenn es passt.
Bist du Abteilungsleiterin.
In zwei, drei Jahren.
Der erste wichtige Schritt…
Du gähnst.
Ein Kaffee noch.
Und dann das Fax durcharbeiten.
Das eben reingekommen ist…

Vivienne/Gedankensplitter

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