Ich sehne mich so danach.
Nach dem Licht.
Immer fiel ein Schatten auf mich.
Fast immer.
Auf mein Leben.
Seit ich denken kann.
Nie die Sonne richtig spüren.
Das Leben immer grau in grau.
Nie die Wärme fühlen.
Nicht das Glück empfinden…
Verkümmert.
Ich möchte aufstehen.
Das Licht suchen.
Endlich.
Alles auskosten.
Die Süße des Lebens.
Die Früchte des Glücks.
Mich in der Helligkeit baden.
Eintauchen in die bunten Farben.
Mich selbst finden.
In mir.
Weil es keinen Schatten mehr gibt…
Ich stehe schwankend.
Und suche weiter.
Verzweifelt.
Von welcher Seite kommt das Licht?
Wo finde ich es?
In diesem verwinkelten Labyrinth?
Es ist so dunkel hier.
Kalt und nass fühlen sich die Mauern an.
Ich friere.
Das Licht narrt mich.
Mal scheint es von rechts.
Dann wieder von hinten zu kommen.
Und schließlich scheint es zum Greifen nah…
Ich trete nach vor.
Und stehe wieder im Dunkeln.
Plötzlich.
Ein Lichtreflex nur.
Der mich in die Irre führte.
Wie finde ich das Licht?
Mit geschlossenen Augen.
Ich spüre die Wärme auf meiner Haut.
Die Augen können getäuscht werden.
Aber nicht mein Gefühl.
Nicht die Sinne meines Körpers.
Ich fühle genau.
Wenn es wärmer wird auf meinem Weg.
Und so folge ich der Wärme.
Auf dem Weg zum Licht…
Vivienne/Gedankensplitter