Du schaffst das schon!
Meinen sie.
Und nehmen dir die Butter vom Brot.
Du schaffst das schon.
Immer wieder.
Im Grunde.
Bist du ihnen egal.
Ob du noch Hunger hast.
Was du sonst noch Bedürfnisse hast.
Bedürfnisse zum Leben…
Ein Bauer auf dem Schachfeld.
Das bist du.
Hin und her geschoben.
Geopfert.
Bei Bedarf.
Aber sie brauchen dich.
Ganz gewiss.
Nur wie du dabei lebst.
Das kümmert sie nicht…
Du schluckst manches.
Und gibst dir Mühe.
Kaffee.
Trinkst du im Übermaß.
Und vielleicht.
Tut dir deshalb der Magen weh.
Manchmal den ganzen Tag.
Und übel wird dir dann.
Dass du nichts mehr essen magst.
Speiübel.
Aber wenn du dann am Klo bist.
Und darauf wartest.
Dann ist dir zwar noch immer schlecht.
Aber du kannst es nicht.
Dich übergeben.
Du kannst es nicht.
Du kniest nur da.
Und dein Hals tut weh.
Deine Augen tränen.
Und dir ist so schlecht…
Aber du kannst dich nicht erbrechen…
Wann hast du das letzte Mal gelacht?
So richtig freudvoll?
Wann war ein Tag von dir?
So richtig unbeschwert?
Glücklich?
Lachen um des Lachens willen?
Über Unsinn?
Über Belangloses?
Einfach nur…
Weil das Leben so schön war?
Du reißt dich zusammen.
Trotzdem.
Immer wieder.
Und dein Magen.
Er schmerzt oft so stark.
Dass du kaum denken kannst.
Manchmal.
Da möchtest du alles hinter dir lassen.
Hinabtauchen ins Nichts.
Aufhören zu sein…
Lieber sterben.
Als so weitermachen.
Das denkst du dir.
Lieber sterben…
Den Magen nicht mehr spüren.
Die Übelkeit verlieren.
Und die Traurigkeit abstreifen…
Vivienne/Gedankensplitter