Als du kamst, war Sommer.
Die Sonne ging gerade auf.
Und der Himmel strahlte in seinem schönsten Blau.
Du hast mich in den Arm genommen.
Du hast mit mir gelacht.
Und du warst immer für Spaß und Unterhaltung zu haben.
Du vertriebst meine kleinen Wolken.
Falls mich einmal welche plagten.
Denk nicht nach.
Der Sommer dauert noch lange.
Sehr lange.
Lass uns diese Zeit genießen.
Lass uns endlose Sommernächte teilen.
Und den Sommer leben!
So deine Worte.
Und ich befolgte sie.
Ich war glücklich und geborgen.
Bei dir.
Und ich liebte dich…
Der Herbst meldete sich an.
Mit immer mehr Wolken.
Und mit Regen.
Und plötzlich kamst du seltener.
Ich fror oft.
Wenn ich in den Regen kam.
Oder der Wind auffrischte.
Aber du warst nicht da mich zu wärmen.
Ich vermisste dich.
Ich rief nach dir.
Aber du ließest dich kaum mehr blicken.
Und du warst schweigsam.
Kein Lächeln mehr auf deinen Lippen.
Nicht mehr unwiderstehlich.
Nicht mehr voll sprühendem Charme.
Nur krause Falten auf der Stirn.
Und ein harter Mund.
Hier gefällt es mir nicht.
Ich muss auf mich selber sehen.
Unsere Zeit war schön.
Aber es zieht mich weiter!
Der Herbst brachte fallende Blätter und Nebel.
Ich sehnte mich nach dir.
Aber du hast mich nicht vermisst.
Kein liebes Wort.
Kein Lebenszeichen.
Mir war kalt und ich suchte Wärme.
Selbst konnte ich sie mir nicht geben.
Ich sah mich um nach dir.
Immer wieder.
Und wenn der Regen fiel, weinte ich oft.
Ich vermisste dich.
Ich vermisste den Sommer.
Aber ihr beide seid nicht wiedergekehrt…
Vivienne/Gedankensplitter