Endlich Sonne!
Und es ist warm.
Die Sonne streichelt mein Gesicht.
Der Wind.
Er rüttelt an den Bäumen.
Aber nicht forsch.
Eher verspielt.
Wie ein kecker Geselle.
Der ein wenig Schabernack treibt…
Ich spaziere dahin.
Am Ufer der Donau.
Sanfte Wellen.
Und dieses Blau.
Es harmonisiert so wundersam.
Mit dem Grün der Bäume…
Ein herrlicher Tag.
Ein bezaubernder Tag…!
Frühling.
Freiheit.
Frieden…
Frieden in meiner Seele.
Ich habe mich hingesetzt.
Und träume vor mich hin.
Verliere mich in den Wellen der Donau…
Hier bin ich gerne.
Im Schatten der Bäume.
Am Ufer der Donau.
Leute flanieren neben mir.
Sie lachen.
Sie genießen…
Heute ist ein Feiertag.
Heute ist die Welt in Ordnung.
Keine Sorgen.
Kein Alltagsstress.
Nur Frühling.
Ein Sonnentag.
Und gibt es etwas Schöneres?
Als ihn zu zelebrieren?
Am Ufer der Donau?
Von der Sonne geküsst.
Mit dem Wind fangen spielen.
Schwere Gedanken vergessen.
Ein paar Stunden.
Einfach ich selbst sein.
Und das Morgen verdrängen.
Morgen kommt noch früh genug.
Viel zu früh…
Eine Melodie liegt in der Luft.
Das Lied des Frühlings.
Das ich überall höre.
Wie das Zwitschern der Vögel.
Allgegenwärtig.
Nur noch klingender…!
Sanfte Wolkenkuppen.
Und der Tag.
Er schreitet voran.
Ich muss wieder gehen.
Ich kann nicht ewig sitzen.
Hier.
Die Pflichten beiseite schieben?
Das funktioniert nicht.
Nicht lange.
Ich stehe auf.
Ein wenig widerwillig.
Und gehe den Weg zurück.
Den ich gekommen bin.
Der Wind.
Er weht stärker.
Und die Wellen.
Sie treiben den Strom an.
Vorwärts!
Scheinen sie zu rufen!
Vorwärts!
Aber ich laufe die Gegenrichtung.
Radfahrer kommen mir entgegen.
Und dort vorne.
Da beginnt die Straße.
Unsanft aus dem Traum gerissen.
Wie aus einer anderen Welt.
Und die Donau.
Sie fließt jetzt wieder ohne mich.
Aber ich höre ihren Ruf.
Ich höre ihn immer.
Und ich kehre wieder…!
Vivienne/Gedankensplitter