Montagsregen – Gedankensplitter

Grau in Grau.
Und frisch ist es geworden.
Ich schließe das Fenster wieder.
Mir ist kalt.
Und ich mache mir Tee.
Um mich zu wärmen.
Innerlich…
Der Regen fällt.
Gleichmäßig.
Wie programmiert.
Und ich stelle mir vor.
Wie es ist.
Wenn es noch kälter ist.
Wenn der Nebel in der Luft hängt.
Wenn es erst schneit…
Die Kälte hat uns wieder.
Auch wenn sie die Sonne aufbäumt.
Morgen soll es schöner werden.
Und wärmer…
Vielleicht…
Das ist der Lauf der Zeit.
Frühling und Sommer.
Sie hatten ihre Zeit.
Jetzt.
Beginnt die Zeit der Sehnsucht.
Des Träumens.
Bis der Frühling wieder kommt…

Spinne ich da krause Gedanken?
Mag sein.
Mich hat vieles im Griff.
Das mir nicht gut tut.
Sorge.
Aber es geht weiter.
Immer einen Schritt nach dem anderen.
Das muss man wohl.
Auch wenn nicht alles rund läuft.
Nein.
Jeder Tag.
Ein neuer Anfang.
Ein neues Leben für sich.
Und so liegt noch manches Leben vor mir…
Ich kann nicht abschließen.
Kurios.
Wer sich nicht entschuldigt.
Wer nicht alles zugibt.
Der hat bei mir verspielt.
Ich kann ihnen nicht vergeben.
Das wäre Vergeudung.
Wer einmal bescheißt.
Bescheißt immer.
Der lernt nicht dazu.
Aber es ist ein Kampf.
Eine Bestrafung…
Immer.
Wenn man diese Leute sieht.
Ständig wieder.
In ihrer aufgeblasenen Selbstherrlichkeit.
Das tut weh.
Irgendwann…
Da werde ich davonlaufen.
Wenn ich es nicht mehr aushalte…

Der Regen.
Er webt einen feinen Schleier.
Der sich auf das Land legt.
Und die Bäume.
Sie stehen ganz still.
Unbeweglich.
Als würden sie in das Nass tauchen wollen.
Mit Insbrunst…
Wie wird es weiter gehen?
Was wird mich noch ereilen?
Das ich als Unrecht empfinde?
Wann werde ich aufstehen?
Endlich?
Und mich wehren?
Nicht mehr Opfer sein?
Sondern aktiv???
Der Tee wärmt mich.
Und meine Seele.
Natürlich.
Ich tu mir selber Leid.
Und in boshaften Gedichten.
Meinem Herzen Luft machen…
Das allein bringt es nicht.
Ich muss aufstehen.
Und sagen.
Nein.
Nicht mit mir!

Das ist der Quantensprung!

Vivienne/Gedankensplitter

Schreibe einen Kommentar