Die Kälte beißt.
Meine Hände.
Sie sind klamm.
Regen fällt.
Der Schal um den Hals.
Er wärmt.
Und die Hände.
Ich stecke sie ein.
In die Jackentaschen…
So dunkel.
Kein Stern.
Und der Mond.
Der gestern noch strahlte.
Hat sich verborgen.
Ich überquere die Straße.
Ein Blick nach oben.
Zu meinen Fenstern…
Bald bin ich daheim.
Ich sperre die Tür auf.
Minuten später.
Tauche ein in die Wärme…
Gott.
Das tut gut.
So warm.
Und kein Regen…
Die Nacht.
Sie ist noch dunkler geworden.
Engt ein.
Ich trinke Kaffee.
Auf der Couch.
Die Katze.
Sie liegt neben mir.
Eigenrollt.
Sie ist glücklich.
Spürt keinen Regen.
Und ich bin bei ihr!
Das reicht.
Um zufrieden zu sein…
Das Leben einer Katze.
Ein wenig eindimensional.
Aber so viel einfacher…
Das wohl.
Ein Blick aus dem Fenster.
Und ich denke an eine Geschichte…
Vor Jahren.
Ein Bekannter.
Gut.
Kannte ich ihn nicht.
Aber er sah toll aus.
Und er konnte alles haben.
Was er wollte.
Nur sie nicht.
Seine große Liebe.
Verweigerte sich.
Zeigte ihm.
Die kalte Schulter…
Mir ist kalt geworden.
In der warmen Wohnung.
Aber die Erinnerung.
Sie läuft.
Unerbittlichlich…
Am Tag.
Als sie heiratete.
Betrank er sich.
Sinnlos.
Dann setzte er sich ins Auto.
Und raste in den Tod.
Irgendwo.
Eine Baumgruppe.
Er visierte sie an.
Ganz genau.
Sie schnitten ihn aus dem Wrack.
Völlig demoliert.
Und er lebte noch.
Fast einen Tag.
Sie fanden einen Abschiedsbrief.
Auf seinem Schreibtisch.
Sie sollte daran denken.
An jedem Hochzeitstag.
Dass sie ihn getötetet hatte.
Durch ihre Ablehnung…
Meine Hände zittern…
Eine furchtbare Geschichte.
Die mir Angst macht.
Wieder.
In dieser kalten, regnerischen Nacht.
Als würde er wieder wiederkehren.
Der Bekannte.
In dieser Novembernacht.
So wie die Erinnerung…
Vivienne/Gedankensplitter