Nacht im Dezember… – Gedankensplitter

Eine heiße Dusche.
Und nun.
Ist mir warm.
Mollig warm.
Der Tag war lange.
Das spüre ich jetzt.
Ein paar Kerzen brennen.
Ihre Flammen flackern unruhig.
Draußen ist es kalt.
Eisig kalt.
Und mein Thermometer.
Das zeigt -5°C.
Tendenz fallend…
So viel Schnee heute.
Und der Pöstlingberg.
Wolkenverhangen.
Nicht zu sehen.
Wegen des Schneefalls.
Die Stadt.
Ein Märchenland.
Der Winter hat uns.
Mit Macht.
Und die Nacht.
Wird klirrend kalt.
Mich fröstelt ein wenig.
Dann kuschle ich mich unter die Decke.

Erinnungen.
So viele.
Mir geht manches durch den Kopf.
Gedanken.
Sie treiben mich.
In vergangene Zeiten.
Winter 2001/2002.
Verliebt.
In den Falschen.
Er trieb.
Ein übles Spiel mit mir.
Obwohl ich ihm glaubte.
Obwohl ich ihm vertraute…
Ich seufze.
Mein Leben muss wohl so sein.
Täuschung.
Lüge.
Manipulation…
Und nur wenige.
Meinen es gut mit mir.
Nur manche.
Meinen wirklich mich…
Keine Sterne.
Die Nacht.
Dicht bewölkt.
Und hinter diesen Wolken.
Da suche ich die Wahrheit.
Warum.
Man mich nicht sein lassen kann.
Wie ich bin.
Ein Mysterium meines Lebens.
Denn es ist gut.
Wie ich bin…

Die Katze kommt zu mir.
Schüttelt sich.
Ihr Glöckchen bimmelt.
Sie leckt sich das Mäulchen.
Sieht mich an.
Wach.
Und voller Liebe.
Ihre grünen Augen leuchten…
Ich kraule ihre Ohren.
Die Liebe eines Tieres.
Unbezahlbar.
Weil ehrlich…
Es wird noch kälter.
Und der Schnee.
Er erhellt die dunkle Nacht.
Verleiht ihr einen hehren Schimmer.
Fast überirdisch…
Eine Weihnacht.
Sie könnte so sein.
Wie heute.
Baumgerippe.
Schemenhaft.
Gespenstisch.
Unter der Schneelast.
Jede Nacht.
Ist Weihnacht.
Denke ich mir.
Wir haben es nur vergessen…

Vivienne/Gedankensplitter

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