Ein Blick hinaus.
Fenster lachen mich an.
Wie glühende Augen.
Häuser wie Gesichter.
Und ich fixiere sie.
Als würden sie mir die Antworten geben.
Auf meine Fragen.
Fragen, die mich quälen.
Die mir Angst machen.
Die mich verunsichern…
Aber wenn ich ehrlich bin.
Die Antworten fürchte ich noch mehr.
Weil wahr sein könnte.
Was ich fürchte.
Ich spüre Misstrauen.
Verrenne ich mich in etwas?
Sehe ich Dinge, die nicht sind?
Oder ganz anders?
Ich seufze wieder.
Ich weiß es nicht.
Aber ich fühle genau.
Es liegt etwas in der Luft.
Ich spüre eine Ungereimtheit.
Dissonanzen.
Ganz deutlich.
Was ist nur los?
Die Frage lässt mich nicht los…
Was ist richtig?
Was ist falsch?
Ich fühle mich im Stich gelassen.
Um nicht zu sagen verraten.
Irgendwie.
Ich habe oft geweint.
Deswegen.
Meine Wut konnte ich kaum verbergen.
Bisweilen.
Nun trage ich eine Maske.
Ich zeige meine verwundete Seele nicht mehr.
Nicht mehr so deutlich.
Aber ich verstehe dennoch nicht.
Und noch weniger begreife ich es…
‚Noch immer nicht…
Und doch muss ich mit den Fakten leben.
Ob es mir nun passt oder nicht…
Ich halte Ausschau nach dem Vollmond.
Doch die Wolken verbergen ihn.
Geschickt.
Als wollten sie ihn verstecken.
Nur manchmal vermag ich seine Schemen auszumachen…
Der Mond ist wie die Wahrheit.
Auch sie kann ich nicht erkennen.
Besser gesagt.
Nicht sehr deutlich.
Nicht jetzt.
Nicht heute Abend…
Mein Gesicht spiegelt sich im Fenster.
Ohne Maske.
Und ich fühle mich müde.
Und alt…
Unendlich alt…
Aber ich weiß genau.
Das Spiegelbild ist nur ein Teil der Wahrheit.
Nur ein Teil.
Nicht mehr…
Vivienne/Gedankensplitter