Nebel – Gedankensplitter

Der Fön.
Vorbei.
Zerschellt.
Heute Nacht.
Nebel.
Liegt über dem Land.
Du grübelst.
Während du.
Aus dem Fenster blickst.
Nebel.
Er hüllt alles ein.
Gibt ihm.
Unscharfe Konturen…
Ich frühstücke.
Kaffee und Knäckebrot.
Die Katze.
Sie spielt im Wohnzimmer.
Mit einem Kreisel.
Springt.
Irrwitzige Sprünge.
Die mir.
Ein Schmunzeln entlocken.
Noch ein Blick.
Aus dem Fenster.
Die Bäume.
Sie werden kahl.
Zusehens.
Und sie ragen.
In die Luft.
Als würden sie schreien.
Nach ihren Kleidern.
Nach ihren Blättern..
Der Nebel.
Er deckt alles zu.
Als wolle er es.
Verstecken…

Später.
Muss ich in die Arbeit.
Ein wenig Abwasch.
Vorher.
Sorge.
Sie ist ein wenig.
Wie Nebel.
Sie hüllt alles ein.
Verhindert.
Die Klarheit.
Nur nebulose Formen.
Wo man Konturen.
Hofft.
Braucht.
Sicherheit.
Noch ein Schluck Kaffee.
Dann wasche ich.
Das Häferl ab.
Die Katze.
Dreht sich im Kreis.
Mit ihrem Kreisel.
Ihr Schwanz.
Gesträubt.
Was weiß sie schon.
Woran ich grüble…

Über dem Leben.
Liegt oft Nebel.
Denke ich.
Manchmal auch sehr dicht.
Und oft.
Da möchte ich.
Nach einer Lampe greifen.
Nach einer kleinen Sonne.
Und dieses dichte Gewebe.
Ausleuchten.
Erhellen.
Vertreiben…
Ich trockne mir.
Die Hände ab.
Hänge das Geschirrtuch.
Auf den Haken.
Und versuche.
Einmal nicht.
Daran zu denken.
Was weiß man?
Grüble ich.
Wieder.
Was weiß man…?
Der Mensch.
Er ist ein Unwissender.
Im Rad des Lebens.
Und wohin.
Es ihn treibt.
Das weiß er nicht.
Aber…
Es ist immer richtig.
Im Nachhinein.
Es ist immer richtig…

Vivienne/Gedankensplitter

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