Das Leben.
So vertraut.
So allgegenwärtig.
Und doch…
Oft ist es nur ein seidener Faden.
Der es hält.
Der uns vom Tod trennt.
Wir tanzen am Abgrund.
Und ahnen nichts von der tiefen Kluft.
Neben uns.
Der Tod.
Ist Teil des Lebens.
Tod und Leben.
Gehören zusammen.
Der Tod.
Ist immer unser Begleiter…
Die Zeit.
Sie verrinnt zwischen den Fingern.
Wir merken es erst.
Wenn wir älter werden.
Wir können sie nicht halten.
Wir konnten es nie.
Aber wenn der Frühling durch uns fließt.
Wie ein mächtiger Strom.
Dann glauben wir.
Wir wären ewig jung.
Und das Leben würde uns gehören.
Für immer.
Wie in einem Videospiel.
Wenn wir ein Leben verlieren.
Dann wartet schon das nächste.
So einfach ist das…
Aber wir leben nicht ewig.
Und manchmal sollten wir daran denken.
Wir sind sterblich.
Und es kann sein.
Unvermittelt.
Dass unser Leben endlich wird.
Dass wir keine Zeit mehr haben.
Später etwas zu machen.
Von dem wir immer geträumt haben.
Später ist dann nie…
Den Augenblick pflücken.
Bevor er verloren ist.
Unwiederbringlich.
Und den Liebsten sagen.
Dann und wann.
Was sie einem wirklich bedeuten.
Wie wichtig sie sind.
Und wie kostbar…
Öfter gestehen.
Ich liebe dich.
Ich liebe dich so sehr…
Die Liebe ist das Wichtigste.
Für sie allein lohnt es sich zu leben.
Was ist schon Erfolg?
Karriere?
Ruhm und Geld?
Alles nebensächlich.
Wenn der Tod ins Haus kommt.
Wenn das Leben entgleitet.
Unwiderruflich.
Und keine Zeit bleibt.
Für Gefühle.
Für die Liebe.
Für das Leben…
Vivienne/Gedankensplitter