Nie mehr anbiedern – Gedankensplitter

Ich bin allein.
Ja.
Ich bin allein.
Und es geht mir gut dabei.
Zumindest manchmal.
Ich bin allein.
Und frei.
Niemandem Rechenschaft schuldig.
Mein eigener Herr.
Frei.
Frei von falschen Gefühlen.
Frei von Hoffnungen.
Die sich doch nie erfüllen…
Ich sehe recht klar.
Nicht alles aber vieles.
Und ich habe genug davon.
Mir selbst etwas vorzumachen.
Mich anzubiedern.
An Menschen, denen ich doch egal bin.
Im Wesentlichen…
Gleichgültigkeit.
Sie tut weh.
Bisweilen.
Das ist der Trost des Alleinseins.
Ich bin auf niemanden angewiesen.
Ich stehe für mich selbst.
Ich schaffe es allein zu sein.
Stark dadurch zu sein.
Kraft daraus zu schöpfen.
Allein aber frei.
Und gewappnet.
Ich werde enttäuscht werden.
Sicher wieder.
Das eine oder andere mal.
Die Menschen sind so.
Aber ich brauche niemanden.
Gar niemanden.
Wenn es darauf ankommt.
Ich genüge mir selbst.
Warum buhlen um Menschen?
Die Bedingungen an ihre Wertschätzung knüpfen?
Warum Falschheit akzeptieren?
Die doch nur verletzend kalt ist?
Und auch aufgesetzt?
Längst durchschaubar?

Nein.
Ich brauche niemanden.
Nur mich selbst.
Und mancher Kummer hat mich so verlassen…
In mir finde ich Wahrheit.
Selbstverleugnung habe ich abgelegt.
Egal ob es jemandem nicht passt.
Ich biedere mich nicht mehr an.
Ich heische nicht um Zustimmung.
Ich achte mich selbst.
Für das was ich bin.
Und das ist viel…

Vivienne/Gedankensplitter

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