Mein Leben.
Festgefahren in Monotonie.
Unabänderlich.
Zumindest scheinbar.
Unabänderlich?
Doch liegt es nicht an mir?
Das zu ändern.
Das scheinbar nicht mehr zu ändern ist?
Bisweilen befallen sie mich.
Verrückte Träume.
Seltsame Ideen.
Etwas zu tun.
Das ich noch nie getan habe.
Etwas zu tun.
Einzigartig.
Bevor es wirklich nicht mehr geht…
Mein Kopf quillt oft über.
Es gibt so vieles.
Das ich noch nie getan habe.
Das es wert ist.
Zumindest versucht zu werden.
Bis ich sehe.
Gefällt mir das?
Möchte ich das?
Oder doch nicht?
Aber zumindest einmal versuchen.
Damit ich weiß.
Wie es ist.
Wie es sich anfüllt.
Damit ich es einmal spüre.
Atme.
Erlebe…
Ich will so sehr!
Und dann wache ich auf.
Aus meinen Tagträumen.
Gefangen in meinem verlassenen Gleis der alten Konventionen.
An dem sich nichts tut.
An dem sich nichts ändert.
Und alles so gleichförmig ist.
Jeden Tag wieder.
Und jeder Morgen birgt wieder die Erkenntnis.
So kann es nicht weitergehen!
Ich starre zum Sonnenaufgang.
Atemlos.
Als ob er etwas bringen müsste.
Neues.
Aufregendes.
Lebendiges.
Um mich ist alles tot.
Und nur die Sehnsucht bleibt.
Und bohrt sich schmerzhaft in mein Fleisch…
Vivienne/Gedankensplitter