Rausch – Gedankensplitter

Du hast mich berauscht.
Du hast mich gefangen.
Ich war verliebt…
Ich hatte nur einen Gedanken.
Dich.
Du allein.
Warst mein ganzes Begehren.
Wie eine wunderschöne Melodie.
Die sich durch den Tag zog.
Und in die Nacht.
In meine Träume.
Eine Melodie.
Die zu spielen begann.
Wenn ich nur wach wurde.
Ein traumhaftes Musikwerk.
Wie von himmlischer Heerschar.
Du bist mein!
Lautete der Text.
Wir gehören zusammen.
Nichts kann uns trennen!
Nichts kann uns trennen…
So dachte ich.
So war ich überzeugt.
Und doch.
Ein schriller Missakkord.
Ich erschrak.
Und du warst weg.
Aus meinem Leben.

Ich war wieder nüchtern.
Der Rausch vorbei.
Und mein Kopf schmerzte.
Und meine ganze Seele.
Katzenjammer.
Ich musste wieder lernen.
Zu denken.
Denn ich hatte es verlernt.
Und wenn mein Innerstes sich verzehrte.
Nach dir.
Wenn ich nach dir rufen wollte.
Dann wurden die Schmerzen schlimm.
Unerträglich.
Als würde ich gefoltert.
Der Rausch.
Er hatte mich benebelt.
Ich wollte nicht sehen.
Was so offensichtlich war.
Du hast nur gespielt mit mir.
Wie eine Katze mit der Maus.
Und die Maus war ich…
Schwer zu glauben.
Schwer zu begreifen.
Und die Wahrheit.
Sie schmerzte noch mehr.
Als der Katzenjammer meiner Seele.
Dich zu verlieren.
Ich hätte es ertragen.
Wenn du mich geliebt hättest…
Aber du hast mich nie geliebt.
Und das zerriss mir die Seele.
Das zerriss mir das Herz…

Wie ein Rausch.
War die Zeit vergangen.
Die Zeit mit dir.
Ich trank das Begehren.
Glas um Glas.
Ich konnte nicht aufhören.
Ich sah nur dein Gesicht.
Ich spürte nur deinen Körper.
Und es verlangte mich.
Dich zu besitzen.
Niemand sonst.
Sollte dich haben!
Aber du.
Du hast längst einen anderen.
Dem du den Kopf verdrehst.
Den du narrst.
Und es tut so weh.
Euch zu sehen.
Zusammen.
Sofort.
Würde ich tauschen mit ihm.
Sofort.
Obwohl ich weiß.
Dass du dich nur lustig machst.
Über ihn.
So wie über mich…
Der Rausch.
Er ist vorbei.
Und er hat mich süchtig gemacht.
Nach dir…
Unstillbar…

Vivienne/Gedankensplitter

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