Ein Strahl der Sonne.
Erhellt den Tag.
Kurz.
Dann schieben sich die Wolken weiter.
Unerbittlich.
Und es regnet wieder.
Missakkord.
Ich bin gereizt.
Unruhig.
Das Wetter.
Sage ich mir.
Nur das Wetter!
Trüb und regnerisch.
So gar nicht sommerlich…
Aber nicht nur das.
Ich schlafe schlecht.
Und träume wirres Zeug.
Das ich zu entschlüsseln versuche…
Vergeblich.
Ich merke mir zu wenig.
Auch Freud würde da kapitulieren…
Kopfschmerzen.
Der Kreislauf.
Er spielt ein wenig verrückt.
Und schon regnet es wieder!
Ich mag die grauen Wolken nicht mehr sehen!
Oft.
Da träume ich von einem Bahnhof.
Und dass ich zwei Verehrer habe.
Der eine tritt nicht offen auf.
Er geht zu meinen Eltern.
Schmeichelt sich ein…
Was für verrückte Träume!
Was das wohl zu bedeuten hat?
Ich will es gar nicht mehr wissen.
Wenn ich nachdenke darüber.
Schmerzt der Kopf noch mehr.
Wer fragt heute noch die Eltern?
Um eine Frau zu gewinnen?
Was für ein Schlappschwanz!
Ich muss lachen.
Und schlucke eine Schmerztablette…
Es ist wieder grauer geworden.
Eine Straßenbahn fährt vorbei.
Wann wird Sommer?
Ich sehe auf die Uhr.
Die Pflicht ruft.
Der Alltag hat mich bald…
Die Katze.
Sie liegt unter dem Schuhregal.
Auch sie leidet unter dem Wetter.
Was ist nur aus meiner lebendigen Katze geworden?
Aber es geht ihr gut.
Ich weiß es.
Wenn Sie in meinen Arme schnurrt.
Was beklage ich mich eigentlich?
Oft geht mir das durch den Kopf.
Freunde.
Die für mich da sind.
Wie ich für sie.
Ist alles wirklich so schlimm?
Wenn ich es wüsste!
Aber mir fehlt der Plan.
Ein wenig.
Und so vieles.
Es könnte entschieden werden.
Über meinen Kopf.
Wehrlos…
Wehrlos?
So lange ich kämpfen kann.
Bin ich das nicht.
Ich bin stark.
Und ich kann meine Welt formen.
Graue Wolkenfetzen.
Aber der Regen lässt nach.
Und vielleicht.
Wird doch wieder Sommer.
Irgendwann.
Auch im Leben…
Vivienne/Gedankensplitter