Frühling, Frühling wird es nun bald!
Der Kinderreim.
Er tönt in meinem Kopf.
Schon den ganzen Tag.
Verliebt in den Frühling.
In die Sonne.
In den blauen Himmel.
Was tut es nicht wohl!
Die Wärme zu spüren!
Den Frühlingswind.
Vogelgezwitscher.
Vielstimmige Chöre.
Und das Erwachen der Natur.
So viele Krokusse.
Blühende Sträucher.
Die Augen leuchten.
Und das Gemüt wird milde.
Sanftmut.
Sitzt in meinem Herzen.
Sanftmut.
Der Grimm des Winters.
Hat mich verlassen.
Mit dem letzten Schneegestöber…
Hinweg mit der Kälte!
Für dieses Jahr!
Hinweg!
Die Nacht ist so lau.
Eine strahlende Mondsichel.
Und ein besonderer Duft liegt in der Luft.
Unvermittelt bleibe ich stehe.
Horche in die Nacht.
Drehe mich um mich selbst.
Und merke.
Wie ich lächle.
Egal wie spät es ist.
Egal was mich sonst sorgt.
Egal was noch kommen mag.
Es ist Frühling.
Die schönste Zeit des Jahres.
Und der Sanftmut.
Er hat mich ergriffen.
Wie ich ihn lange nicht kannte…
Gelassenheit.
Ich gehe weiter.
Mit einem kleinen Liedchen im Kopf.
Eine bezaubernde Melodie…
Daheim tobt die Katze durch die Räume.
Nicht zu bremsen.
Dann sitzt sie am Fenster.
Raunzt und zittert.
Und würde gerne auf die Straße laufen…
Ich streichle sie.
Liebevoll.
Und sehe ihr zu.
Wie sie wieder durch das Zimmer jagt.
Wie gehetzt.
Sie wird sich beruhigen.
Meine ich.
Fast ungerührt.
Zünde mir eine Zigarette an.
Zufrieden mit mir.
Und der Welt.
Sanftmut im Innersten.
Durch nichts zu erschüttern.
Im Moment.
Frühling.
Was will ich mehr?
Einmal kümmert mich nicht.
Was morgen ist.
Einmal ist mir egal.
Was meiner harrt.
Frühling.
Und der Sanftmut hat mich wieder…
Vivienne/Gedankensplitter