Schnee, Schnee, Schnee,…

Winterwelt.
Es schneit beständig.
Mal in größeren Flocken.
Mal in kleineren…
Kaum ein Hauch von Wind.
Der Himmel.
Eine Wolkendecke.
Dicht und gelblich weiß…
Ich habe gefrühstückt.
Der Kaffee.
Ich schmecke ihn noch auf den Lippen…
Sonntag.
Winter.
Und gar nicht so kalt.
Ein Konflikt.
Er hat sich in mein Leben geschlichen.
Eigentlich.
Hat er mich überfallen.
Hinterrücks.
Wie man so sagt.
Ich war wütend.
Aufgebracht.
Und verletzt.
Das bin ich noch immer.
Mehr als das aber nachdenklich.
Und in Sorge…

Ich bin ein passiver Mensch.
Das stimmt.
Ich lasse mir viel gefallen.
Sehr viel.
Bis es zu viel wird.
Und dann brülle ich auf.
Wie ein waidwunder Drache.
Und spucke Feuer…
Ich bin harmoniesüchtig.
Ich rede sie mir schön.
Meine Welt.
Obwohl sie es nicht ist.
Nicht immer…
Kompromissbereit.
Weiche ich zurück.
Um den Frieden zu wahren.
Und wenn es zu viel wird.
Dann schlage ich um mich.
In Panik.
Um mich zu wehren…

Ich bin viel zu gut.
Und die.
Gegen die ich mich nicht wehren darf.
Die strafe ich.
In Geschichten und Gedichten.
In Metaphern.
Meine Waffe.
Die Feder.
Oder sollte ich nicht besser sagen?
Die Tastatur?
Man nimmt mich nicht ernst.
Oft nicht.
Viel zu harmlos sehe ich aus.
Und man meint.
Die überrede ich leicht!
Ich hatte eine Freundin.
Auf die ich baute.
Wenig gebildet und ungeschliffen.
Dennoch brachte ich ihr Respekt entgegen.
Bis ich begriff.
Dass sie sich überlegen wähnte.
Mir gegenüber.
Sie fing an.
Meine Würde und meinen Stolz mit Füßen zu treten.
Weil ich zu gut zu ihr war.
Viel zu gut…
Sie spottete.
Sie maßte sich an…
Sie sprengte alle Grenzen…
Heute erfriert sie.
An der Mauer meiner Ablehnung.
Heute verbrennt sie.
Am Feuer meiner Härte.
Und begreift nicht.
Nach wie vor nicht.
Dass sie zu weit ging.
Völlig größenwahnsinnig geworden…

Der Schnee.
Er fällt noch immer.
In feinen, dichten Flocken.
Ich fühle Bitterkeit.
Und manchmal.
Da können mir die Menschen gestohlen bleiben.
Endgültig.
Ich bin nicht die Watschenfrau.
Die sich alles gefallen lässt.
Ich bin nicht der Mistkübel.
Dem man allen Unrat der Welt auflädt.
Aber wie?
Wie begreifen das die Menschen?
Die ständig ihre Grenzen ausloten?
Und übertreten?
Man schottet sich ab.
Und hält sich an die.
Auf die man wirklich bauen kann…
Man versucht es.

Vivienne/Gedankensplitter

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