Seine Liebe allein – Gedankensplitter

Ich wollte dich.
Vom ersten Augenblick an.
Und ich überlegte.
Fieberhaft.
Wie ich dich bekommen könnte.
Wie ich dich überzeugen könnte.
Mich zu lieben.
Mir zu gehören.
Für immer.
Du.
Der Gedanke an dich.
Beherrschte mich.
Ließ mich nicht mehr los…
Du.
Du warst nett zu mir.
Sehr nett.
Aber unverbindlich.
Du wolltest mich nicht küssen.
Und schon gar nicht mit mir schlafen.
Ich gab nicht auf.
Nein.
Ich wollte abwarten.
Du würdest deine Meinung ändern.
Sicher.
Blumen.
Geschenke.
Anrufe.
Einladungen.
Irgendwann.
Wurde es dir zuviel.
Lass mich in Ruhe!
Hast du gefaucht.
Das mit uns.
Das wird nichts.
Du bist er nicht.
Der Mann meiner Träume.
Und ich bin nicht das.
Was du brauchst.
Sieh es doch ein!

Ich war gebrochen.
Ständig betrunken.
Und schließlich beschloss ich.
Das nicht hinzunehmen.
Ich wollte dich holen.
Mit Gewalt.
Zu mir.
Du hattest ja keine Ahnung.
Was du da ausschlägst.
Und ich würde dich überzeugen.
Ich würde dich gewinnen.
Und bist du nicht willig.
So brauch ich Gewalt!
Ich machte mich auf den Weg.
Zu dir.
Am späten Abend.
Gestärkt durch Bier.
Ermutigt durch Schnaps.
Blind durch Liebe…
Du warst nicht allein.
Ein Kerl war bei dir.
Und ich ging auf ihn los.
Voller Wut.
Wir rauften.
Und ich stürzte zu Boden.
Ständig.
Blutete aus der Nase…
Ich kam nicht mehr auf.
Aber ich sah dich.
Wie du ihn in die Arme genommen hast.
Wie du ihn gestreichelt hast.
Und geküsst.
Ihr habt mich aus der Wohnung geworfen.
Beide.
Und auf der Straße.
Fiel ich wieder hin.
Und ich weinte.
Ich weinte einfach nur.
Beim Gedanken an dich.
Und an diesen Kerl.
Mit dem du schlafen würdest.
Auch diese Nacht.

Was habe ich falsch gemacht?
Ich liebe dich so.
So sehr.
Aber du.
Du willst nur seine Liebe.
Seine Liebe allein…

Vivienne/Gedankensplitter

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