Du liegst im Bett.
Wälzt dich hin und her.
Schon nach 9:00 Uhr.
Aber irgendwie…
Es freut dich nicht.
Aufzustehen.
Gar nicht.
Und als du ins Bad gehst.
Schließlich.
Wird dir klar.
Dein Bart…
Du siehst ungepflegt aus.
Tage.
Hast du dich nicht rasiert.
Weil dich das nicht interessiert.
Wenn du aus den Federn kriechst.
So gegen 10:00 Uhr…
Du nimmst den Rasierapparat.
Der gegen das Gestrüpp kämpft.
Das wuchert.
In deinem Gesicht.
Und wenn du ehrlich bist.
Jetzt.
Jetzt siehst du wieder aus.
Wie ein Mensch…
Meistens.
Läuft bei dir das TV-Gerät.
Da eine Talkshow.
Dort eine Gerichtssaalsendung.
Was sollst du auch tun?
Sonst?
Den nächsten Termin am Arbeitsamt.
Den hast du erst in drei Wochen.
Und sie haben nichts für dich.
Derzeit.
Du seufzt.
Während du dir Kaffee machst.
Niemand braucht dich.
Nein.
Und alles fing an.
Als deine Freundin ging.
Vor einem halben Jahr…
Plötzlich.
War es ihr zu langweilig.
Mit dir.
Deinem Chef.
Warst du nicht zu langweilig.
Fünfzehn Jahre in der Firma.
Eine verlässliche Arbeitskraft.
Aber er musste einsparen.
Rationalisieren.
So nennt man das.
Heute.
Du verstehst die Welt nicht mehr!
Dich schauert.
Als du die Kaffeebecher zählst.
Die rumstehen.
Ungewaschen.
Sauber machen.
Abwaschen.
Wäre besser.
Als sich die Zeit vertreiben.
Mit Fernsehen.
Und den halben Tag verschlafen…
Du gähnst.
Du bist müder.
Als früher.
Als du um 5:00 Uhr aus den Federn musstest.
Manchmal.
Gehst du in dein Stammbeisel.
Auf ein Bier.
Aber nicht oft.
Und nicht lang.
Es stört dich.
Wenn sie dich fragen.
Wie es aussieht.
Mit einem neuen Job…
Was sollst du denn sagen?
Dass du zu alt bist?
Für den Arbeitsmarkt?
Dass dich keiner mehr will?
Und deine Ersparnisse.
Die schrumpfen auch.
Kontinuierlich.
Es wird eng.
In zwei, drei Monaten…
Was dann?
Vivienne/Gedankensplitter