Steine auf der Seele – Gedankensplitter

Regen.
Die Straße glänzt im Licht der Laternen.
Kälte die mich frösteln lässt.
Schmerz in der Seele.
Der körperlich wird.
Sich bis in die Finger zieht.
Auf bizarre Art und Weise.
Wenn ich nicht gerade die Fäuste balle.
Ohnmächtige Wut.
Unrecht.
Immer wieder Rückschläge.
Mit Taten.
Mit Aktionen.
Nicht nachvollziehbar.
Fassungslosigkeit.
Unverständnis.
Und immer öfter der Gedanke.
Ich nehme es nicht mehr hin.
Nicht mehr.
Das habe ich nicht verdient…!

Aufbegehren?
Sinnlos.
Kein Streit.
Das bringt mich nicht weiter…
Der Autolärm lässt mich aufhorchen.
Bremsen auf der nassen Straße.
Das Geräusch schmerzt in den Ohren.
Meine Hände fühlen sich kalt an.
Ganz kalt.
Fast gefühllos.
Und in meinem Innersten brennt es.
Steine auf der Seele.
Es gibt deren viele.
Einer schwerer als der andere.
Wie soll ich sie nur abschütteln?
Mir fehlt die Kraft.
Verzweiflung ob des Unrechts.
Ich begreife nicht.
Warum ich?
Warum wieder ich?
Warum immer wieder Prügel vor die Füße?
Immer wenn ich denke.
Ich kämpfe mich weiter.
Ich versuche es noch einmal.
Dann folgt der Rückschlag.
Und es wird nicht besser.
Nein.
Es wird immer schlechter.
Ich will nicht mehr…

In der Ruhe liegt die Kraft.
Der Spruch hängt vor mir.
An der Wand.
Doch woher Ruhe nehmen?
Ich glaube nicht an Fairness.
Nein.
Es wird nicht besser werden.
Den Glauben habe ich verloren.
Es wird Zeit aufzustehen.
Aufzustehen und zu gehen.
Auch wenn es nicht leicht fällt.
Aber es hat keinen Sinn etwas zu erwarten…
Ich starre aus dem Fenster.
Das Schwarz der Nacht brennt in meinen Augen.
Es frisst sich in meinen Kopf.
Ein paar Tränen.
Selbstmitleid?
Mag sein.
Selbstmitleid.
Aber wenigstens fühle ich noch.
Und ich lasse mich nicht unterkriegen…

Vivienne/Gedankensplitter

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