Stürmischer Wind – Gedankensplitter

Der Wind tobt.
Er reißt die Wolkendecke auf.
Regen.
Er fällt.
Dichter und dichter.
Tropfen auf dem Fenster.
Verhaltener Donner.
Die Bäume biegen sich.
Als wichen sie zurück.
Vor dem Regen.
Vor dem stürmischen Wind.
Der Himmel ganz grau.
Eine offene Wunde.
Aus der der Regen herausdringt…
Wieder donnert es.
Und das Rollen.
Es mischt sich.
Mit dem Brüllen eines Motors.
Ein Auto wird gestartet.
Irgendwo…
Der Regen fällt.
Spinnt die Stadt ein.
Webt einen grauen Schleier.
Und die Erde.
Sie atmet ein.
Dankbar…

Kaffee.
Und ein Stück Schokolade.
Man gönnt sie ja sonst nichts.
Und die Katze.
Sie schläft.
Die Kerze brennt.
Ruhig.
Fast ungerührt vom Regen.
Der vor dem Fenster niederprasselt.
Und vom Wind.
Der an den Bäumen rüttelt.
Fast würgt er sie.
Ganz ungestüm…
Frische Luft dringt herein.
Kühl.
Angenehm.
Ich liebe den Regen.
Im Sommer.
Heute liebe ich ihn wieder.
Und fast möchte ich hinauslaufen.
Und den Regen aufnehmen.
Durch die Haut.
Den Wind spüren.
Wie er an meinen Haaren zupft.
Kokett.
Der Regen.
Er reinigt die Seele.
Er spült den Kummer weg.
Und die Sorgen.
So sagt man…

Wieder ein verhaltener Donner.
Die klaffende Wunde am Himmel.
Sie breitet sich aus.
Reicht bis an den Horizont.
Und der Wind.
Er trägt den Regen weiter.
Balsam.
Der den Menschen streichelt.
Und die Wunde kühlt.
Das Leben.
Es reißt manche Wunde.
Die heftig schmerzt.
Und schwer heilt.
Und doch.
Aus diesem Schmerz.
Aus diesem Leid.
Entsteht schon der Labsal.
Der alles lindert.
Der Tränen trocknet.
Und Trost spendet…
Aus dem die Hoffnung erwächst.
Frisch und jung.
Neues Glück…

Vivienne/Gedankensplitter

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