…und wenn ich sterbe… – Gedankensplitter

Ich sitze da.
Starre aus dem Fenster.
Die Katze.
Sie streicht um meine Beine.
Bettelt um Zärtlichkeiten.
Streicheleinheiten.
Und ich reiße mich los.
Streiche über mein Gesicht.
Und frage mich.
Was los ist mit mir.
Der Stress und der Druck.
Sie fressen mich auf.
In der Arbeit.
Neu.
Ungewohnt.
Schwierig.
Ich kämpfe.
Aber vielleicht…
Ist es nicht genug.
Was weiß man schon…
Die Katze.
Sieht mich an.
Erwartungsvoll.
Sprungbereit.
Dann sitzt sie schon.
Auf meinem Schoß…
Lehnt sich an mich.
Zärtlich.

Ich bin müde.
Bleiern müde.
Depressionen.
Ich fühle mich nicht wohl.
Kraftlos.
Und heute vormittag.
Mein Unterleib.
Und dieses merkwürdige Brennen.
Unangenehm…
Ich weiß nicht.
Blass sehe ich aus.
Und man sagt mir.
Ich sollte mehr schlafen.
Und mehr lachen…
Die haben gut reden.
Lachen!
Das ist mir vergangen.
Und ich wende mich ab.
Höre nicht mehr zu.
Was sie sagen.
Lachen?
Wie soll ich das?
Aus dem Nichts?

Und wenn ich krank bin?
Frage ich mich?
Vielleicht bin ich krank.
Schwer krank…
Heute.
Da las ich von einem Mann.
Ein Politiker.
Er starb.
Nach fast sieben Jahren Krebs.
Kaum älter als ich…
Mich fröstelt.
Die Katze.
Ist wieder unterwegs.
Spielt sich mit einer Stecknadel.
Und ich.
Sehe ihr zu.
Doch die Gedanken.
Lassen mich nicht los.
Was?
Wenn?
Ich kannte doch jemanden.
Vor einigen Jahren.
Sie starb jünger.
Jünger.
Als ich es heute bin.
Vielleicht…
Wuchert eine Krankheit.
In meinem Körper.
Vielleicht.
Muss ich sterben…
Und wenn…
Wenn es wahr ist…
Wie werde ich mich fühlen?
Dabei?
Mit der Gewissheit?

Leises Raunzen.
Die Katze.
Sie braucht Futter.
Ich stehe auf.
Und sie folgt mir.
Mit erhobenem Schweif.
Pfeilgerade.
Solange ich es nicht weiß.
Werde ich sie füttern.
Meine Kleine…

Vivienne/Gedankensplitter

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