Warum fängst du nicht neu an? – Gedankensplitter

Du jammerst.
Beständig.
Du tust dir selber Leid.
Nichts passt!
Dein Lieblingswort!
Alles geht schief!
Du sagst es dauernd.
Und am liebsten.
Würde ich es dir ins Gesicht sagen.
Was du für eine dumme Ziege bist.
Dass du mich nervst.
Dass du mich Kraft kostest.
Aber ich tue es nicht.
Ich gehe dir aus dem Weg.
Lieber.
Ich gehe dir aus dem Weg.
Um mich zu schützen.
Und ich frage mich.
Wen du noch anjammerst.
Wer noch dein Mistkübel ist.
Dir.
Entkommt man nicht leicht.
Nicht einmal du selbst…

Während ich wieder auflege.
Unter einem Vorwand.
Weil du mich angerufen hast.
Unter einem Vorwand.
Um deinen Unmut abzuwehren…
Ärgere ich mich.
Und ich denke vor mich hin.
Laut.
Warum?
Warum kannst du nur jammern?
Warum krempelst du nicht dein Leben um?
Wann?
Wann agierst du aktiv?
Nimmst dein Leben in die Hand?
Bestimmst selbst?
Gehst heraus?
Aus deiner Opferrolle?
Warum fängst du nicht neu an?
Warum wirst du nicht eine andere?
Ein besserer Mensch?

Ich zucke die Schultern.
Und denke weiter.
Immer weiter…
Du würdest dich besser fühlen.
Dabei.
Du wärst stärker.
Und nicht mehr fremdbestimmt.
Du würdest dein Leben leben.
Und müsstest dich nicht beklagen.
Dass vieles im Leben nicht so läuft.
Wie du gern hättest.
Du.
Wärst ein anderer.
Ein besserer Mensch…
Und während ich so denke.
Da wird mir bewusst.
Dass ich gar nicht anders bin.
Wie du.
Ich jammere auch nur.
Wenn du mich nervst.
Aber ich ändere nichts.
Gar nichts.
Aber wenn ich dir sage.
Was mich an dich stört.
Wenn ich mich selber ändere.
Dann.
Wenn wir beide begreifen.
Lernen.
Dann werden wir beide.
Anders.
Besser.
Gereift…

Vivienne/Gedankensplitter

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