Da stehst du.
An der Bar.
Dein Glas ist leer.
Aber das siehst du nicht.
Nein.
Du siehst nur mich.
Mich an.
Und ich kann es nicht ertragen.
Wie du mich ansiehst.
Ich spüre deine Augen.
Auch.
Wenn ich wegsehe.
Mich in der Zeitung vertiefe.
Und lese.
Zu lesen versuche…
Was willst du?
Denke ich mir.
Geh doch.
Es ist vorbei.
Du…
Kannst mir nichts anhaben.
Es ist vorbei!!!
Fast ist es.
Als würde ich das laut denken.
Ganz laut.
Gedanken.
Die schreien.
Geh weg.
Sieh mich nicht so an…!
Damals.
Hast du mich auch so angesehen.
Dein Blick.
Schmerz.
Wut.
Hass.
Und Kraft.
Trotz allem.
Eine wilde Mischung.
Sie macht mir Angst.
Und am liebsten.
Würde ich gehen.
Zahlen.
Aufstehen.
Und gehen.
Aber…
Das wäre ein Sieg für dich.
Dann wüsstest du.
Dass du gewonnen hast.
Also.
Lese ich die Zeitung.
Ohne zu begreifen.
Ich fühle nur deinen Blick.
Und wenn ich aufsehe.
Siehst du mich an.
Unverwandt…
Ich blättere um.
Verdammter Kerl.
Was willst du noch?
Du.
Kannst nicht beweisen.
Dass ich gehört habe.
Wie du gesprochen hast.
Über unseren Chef.
Wie du sagtest.
Dass er schlecht bezahlt.
Und uns ausnutzt.
Du kannst nicht beweisen.
Dass ich es ihm gesagt habe.
Unter vier Augen.
Du kannst es nicht beweisen.
Dass er dich gekündigt hat.
Deswegen.
Und dass du dastehst.
In deinem Alter…
Ohne Job.
Dass du nichts mehr bekommst.
Das.
Ist nicht meine Schuld.
Das.
Hättest du überlegen müssen.
Früher.
Bevor du dich aufgeregt hast.
Verdammter Kerl!
Hör endlich auf.
Mich anzustarrren.
Geh weg!
Geh weg!
Geh weg!
Vivienne/Gedankensplitter