Was ich brauche – Gedankensplitter

Wenn ich nachdenke.
Was ich am meisten brauche.
Dann muss ich grinsen.
Als erstes.
Ich denke an mein Häferl Kaffee.
Mit einem Schuss Milch.
Und zwei Löfferl Zucker.
Goldbraune Farbe.
Duftend…
Einfach herrlich.
Damit lässt sich das Leben aushalten.
Und genießen.
Ich brauche keinen Kuchen.
Und kein Stück Torte.
Einfach Kaffee…
Genuss genug.
Manche meinen.
Ich genieße zu wenig.
Mag sein.
Ich hab nicht deren Geld.
Meine Mittel.
Beschränkt.
Aber ich mache das Beste.
Aus dem was ich habe…

Der Mensch glaubt.
So vieles ist unverzichtbar.
Was wirklich unverzichtbar ist.
Das merkt man erst in der Not…
Nicht dass ich wirklich Not leide.
Aber ich lebe einfach.
Ich habe keine Wahl.
So genieße ich das.
Was ich habe.
Meine bunte Wohnung.
Die grünende Natur.
Mitten in der Stadt.
Und das Vogelgezwitscher…
Das macht mein Leben schön.
Lebenswert.
Dafür lohnt es sich aufzustehen.
Und den Tag zu begrüßen…
Auch wenn es nichts zu lachen gibt.
Oder wenig…
Es ist nicht viel.
Das man wirklich braucht.
Aber es ist so viel.
Das man dennoch hat.
Auch wenn es an manchem fehlt…

Ich spare.
Ich nutze Aktionen.
Das ist nichts Schlechtes.
Kurios ist nur.
Wenn ich früher Kleider kaufte.
Und mich darüber mit anderen unterhielt.
Präsentierten die mir oft Schnäppchen.
Hatten noch viel billiger gekauft.
Als ich.
Und ich staunte…
Heute jage ich Angebote.
Und wenn ich mich unterhalte.
Mit anderen.
Über die billigen Preise.
Dann sind sie erschüttert.
Weil ich so was gekauft habe…
Sie geben viel mehr aus.
Für Ordentliches!
Kurios.
Verkehrte Welt!
Ich brauche halt keine Marken.
Um ordentlich angezogen zu sein.
Sparer.
Scheel angesehen?
Oder bewundert?
Es liegt an der Sichtweise.
Ich richte mich nur nach mir.
Nur mehr…

Was brauche ich?
Nicht viel.
Ich denke.
Ich habe genug.
Genug von allem.
Man lernt das zu schätzen.
Das man hat.
Wenn es die Zeit verlangt…

Vivienne/Gedankensplitter

Schreibe einen Kommentar