Was von mir bleibt… – Gedankensplitter

Der Regen hat aufgehört.
Aber der Wind.
Er weht stärker.
Und er bringt Kälte.
Kälte.
Wie sie in meinem Innersten sitzt.
In diesen Tagen.
Ich friere oft.
Immer.
Und mir fehlt die Zuversicht.
Keine Hoffnung.
Ich frage mich.
Was ich wollte.
Von meinem Leben.
Manches.
Nicht viel.
Aber nichts hat sich erfüllt.
Keine Frage.
Mein Leben.
Lustlos.
Freudlos.
Oft.
Immer wieder.
Was ist da falsch gelaufen?
Oder war es Bestimmung?
Sollte einfach nicht mehr werden?
Aus meinem Leben?

Ein wenig blauer Himmel.
Und die Wolken nicht mehr so grau.
Scheint es mir…
Ich war immer anders.
Immer schon.
Heiraten.
Kinder kriegen.
Nein.
Das wollte ich nicht.
Ich hatte keine Lust…
Auf Hausarbeit.
Auf Gärtnern.
Ich träumte.
Mein ganzes Leben.
Blumen pflückend.
Und eines Tages.
Begann ich zu schreiben.
Was ich träumte.
Jeden Tag…
Hab ich etwas versäumt?
Ich glaube nicht.
Es war mir nicht bestimmt.
Was andere Frauen begehren.
Die meisten zumindest.
Mit Sicherheit.
Und ich.
Als Mutter…
Eine Katastrophe!
Die armen Kinder!

Und so schreibe ich.
So oft es geht.
Und es ist.
Als fehlte mir etwas.
Wenn ich es nicht tue.
Schreiben.
Es richtet mich auf.
Und es hilft mir hinzunehmen.
Was nicht fair ist.
Nicht gerecht.
Und das ist viel im Leben.
Sehr viel…
Und ich habe begriffen.
Ich bin keine Hausfrau.
Ich bin ein Vogel.
Frei.
Ungebunden.
Und das ist viel Wert.
Kinder.
Und Kindeskinder.
Werden mich nie betrauern.
Wenn ich diese Welt verlasse.
Weil es sie nicht gibt.

Was von mir bleibt.
Sind meine Träume.
Meine Geschichten.
Mein besonderes Glück.
Und das ist so viel…
Das bedeutet mir mehr.
Als ich sagen kann…

Vivienne/Gedankensplitter

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