Weil du nicht weißt, was ich brauche – Gedankensplitter

Die Sonne.
Sie bricht durch die Wolken.
Helles Licht.
Für wenige Momente.
Regen.
Wind.
Stürmisch und launisch.
Verteilt Laub auf den Boden.
Nach Belieben.
Ich trinke meinen Kaffee.
Heiß.
Mit viel Milch.
Und halte inne.
Einen Moment.
Ein neuer Lebensabschnitt.
Beginnt für mich.
Bald schon.
Ich brenne auf neue Aufgaben.
Und ich bin froh.
Dass es vorbei ist.
All das.
Das mich belastete.
Sich zuspitzte.
Zuletzt.
Es zog sich lange.
Viel zu lange.
Aber es ist vorbei…

Dich.
Werde ich nicht mehr sehen.
Erfreulich.
Denn.
Wie du mich ändern wolltest.
Und verändern.
In den letzten Jahren.
Das war schon schlimm.
Schlimm für mich.
Immer.
Wolltest du alles besser wissen.
Als ich.
Und du wolltest wissen.
Was das Beste ist.
Und der Beste.
Für mich…
Natürlich.
Hast du keine Ahnung.
Was ich wirklich brauche.
Wie denn auch?
Dein Bild von Frauen an sich.
Ist anmaßend.
Selbstherrlich.
Und wolltest mich formen.
Danach.
Zu einem Hausweibchen.
Das sich unterwirft.
Das dient.
Und sich aufopfert.
Für andere.
Gerne…
Es ist dir nicht gelungen…

Nun.
Entziehe ich mich dir.
Gänzlich.
Was immer du geplant hattest.
Für mich.
Du darfst es vergessen.
Einmotten.
Für immer…
Mir tut das gut.
Keine Frage.
Erleichterung…
Du selber wirst nicht begreifen.
Wie das passieren konnte.
Und dir sicher sein.
Wie schlimm das für mich wäre!
Wie furchtbar!
Und du.
Machtlos!
Weil du mich nicht kennst.
Weil du nicht siehst.
Was in mir ist.
Du.
Bist aber nicht der erste.
Der mir ins Leben pfuschen wollte.
Um mir zu helfen.
Angeblich.
Aber gescheitert.
Sind sie alle.
Es lässt sich eben nichts erzwingen.
Was einfach nicht da ist.
Und nie da sein wird.
Vielleicht.
Siehst du das ein.
Eines Tages.
Vielleicht.
Aber mir.
Ist es längst egal…
Und die Sonne.
Sie liegt wieder unter der Wolkendecke…

Vivienne/Gedankensplitter

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