Der Alltag!
Oft droht er mich aufzufressen.
Vieles.
Liegt mir auf der Seele.
Beschäftigt mich.
Lässt mich grübeln.
Kostet Kraft.
Und ich schlafe unruhig.
Immer wieder.
Träume schlecht.
Wenn ich dann aufwache.
Fühl ich mich wie gerädert.
Und so soll man den Tag meistern?
Nur schwer…
Ich nerve die Lieben.
Mit meinen Problemen.
Mit Sorgen und Ärger.
Und manchmal.
Sag ich dann gar nichts mehr.
Weil es ihnen zu viel ist.
Ich fresse alles hinein.
Bekomme Magenschmerzen.
Und bisweilen wird mir auch schlecht…
Dann geh ich zu dir.
Aber nicht zum Jammern.
Einfach zum Lachen.
Nicht du hörst mir zu.
Ich höre dir zu.
Komme auf andere Gedanken.
Und finde den Abstand.
Der mir oft fehlt.
Dir fällt immer etwas ein.
Was mich unterhält.
Das mein Innerstes ordnet.
Meine Seele sanft kost.
Und mein Wesen wieder zum Blühen bringt.
Ach ja!
Du tust mir so gut.
Ein wahrer Freund.
Gerade.
Weil du nur von dir redest.
Scheinbar.
In Wirklichkeit.
Radierst du meine Nöte aus.
Zumindest für ein paar Stunden.
Meine Sorgenfalten.
Die glättest du.
Oder du verwandelst sie.
In Lachfältchen.
Du bist unbezahlbar.
Und immer da.
Wenn man dich braucht.
Ich muss gar nichts sagen.
Du siehst mir an.
Was mich quält.
Und danach.
Wählst du das Programm für mich.
Manchmal hilft es zu reden.
Über Probleme.
Aber ich rede schon zu viel.
Und es wird nicht weniger.
Doch du.
Du lenkst ab.
Du schiebst alles weg.
Das mich krank macht.
Sperrst es ein.
In einer Truhe.
Und wirfst den Schlüssel weg…
Ich finde ihn erst wieder.
Wenn ich wieder bei mir bin.
Der nächste Morgen kommt bestimmt!
Aber bis dahin.
Machst du es mir leichter.
Und ein wenig Lachen.
Ist Balsam…
Vivienne/Gedankensplitter