Wie fühlt es sich an? – Gedankensplitter

Es gibt Zeiten.
So wie jetzt.
Da erinnere mich wieder.
An dich.
Und wie wir uns trafen.
Fast schicksalhaft.
Und wie wir uns wieder verloren…
Weil du keinen Charakter hast.
Und kein Vertrauen in mich.
Ich war wohl die einzige  Frau.
Die dich je liebte.
Ja.
Außer deiner Mutter natürlich…
Und du hast mich weggestoßen.
Sag nicht.
Du konntest nichts dafür.
Da ging es um mehr.
Darum.
Dass du auf eine andere Frau gehofft hast.
Und dass man mit Dreck auf mich warf.
Und du hast es geglaubt.
Nein.
Es sollte wohl wirklich nicht sein.
Aber erzähl mir nicht.
Du konntest nichts dafür.
Das stimmt nicht.
Dein Verrat.
Ist unverzeihbar.
Du Versager.
Du Muttersöhnchen.
Du hast meine Liebe nie verdient!

Meine Katze.
Ich habe sie auch deinetwegen.
Ein wenig.
Deine schwere Katzenhaarallergie.
Sie wird verhindern.
Dass du je in meine Wohnung kommst.
Man weiß ja nie.
Was dir einfällt.
Wenn du verzweifelt bist…
Und weißt du.
Was ich dir noch sage?
Wer Katzen nicht mag.
Der kann kein guter Mensch sein.
Nie!
Du hast mich benutzt.
Wie andere dich benutzt haben.
Und ich war dumm genug.
Auf dich zu bauen.
Um dich zu kämpfen.
Welch eine Vergeudung!
Es dauerte.
Bis ich die Wahrheit begriff.
Es dauerte.
Bis ich dich durchschaute.
Schlappschwanz.
Lügner.
Mistkerl.
Ich habe kein Mitleid mit dir.
Nein.
Du hast es nicht verdient!

Dein blonder Engel.
Dein schwarzer Engel.
Du hast die beiden mehr gewollt.
Als mich.
Beide hielten dich zum Narren.
Und du warst dir ja so sicher!
Denkst du manchmal daran?
Wie es sein hätte können?
Wenn du mir geglaubt hättest?
Und vertraut?
Jetzt bist du alleine.
Deine Engel.
Sie haben dich verlassen.
Und du hast verloren.
Heute weiß ich.
Dass alles seinen Sinn hatte.
Dass du nicht bestimmt warst.
Für mich.
Anders gesagt.
Du warst mich nicht Wert!
Nein.
Mit einem Loser leben.
Mit einem Spinner.
Mit einem realitätsfremden Fantasten!
Das wäre wirklich falsch gewesen.
Für mich!
Und dumm…

Vivienne/Gedankensplitter

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