Die Sonne blinzelt durch die Wolken.
Blendet mich.
Um sich dann wieder zu verbergen…
Wolkenmassen.
Wie ein Wall.
Machtvoll.
Aber wo er Lücken hat.
Da bricht die Sonne durch.
Immer wieder.
Und taucht die Landschaft in ihr helles Licht…
Ich bin müde.
Meine Stirne schmerzt.
Und die Lider.
Sie fühlen sich schwer an.
Die Sorge.
Sie zerfrisst mich.
Lässt mich nicht schlafen.
Nachts.
Sorge.
Ich könnte das Kostbarste verlieren.
Das ich besitze.
Mein kleines Heim.
Auf der Straße sitzen.
Wie ein Penner.
Ohne alles.
Bin ich vermessen?
Habe ich das Leben herausgefordert?
Luxuriös?
Ausschweifend?
Unbedacht?
Nein.
Das habe ich nicht.
Ich habe mich kasteit.
Mir kaum etwas geleistet.
An meine Zukunft gedacht.
Bin ich vermessen?
Nein.
Ich war es nicht.
Und gerade deshalb.
Lasse ich mir nichts mehr wegnehmen.
Nichts!
Ich wollte mich zurückziehen.
In den letzten Tagen.
Mich abschotten von allem.
Von meinen Liebsten.
Nicht mehr ständig reden müssen.
Über meine Ängste.
Ich drehe mich im Kreis.
So dachte ich mir.
Ich drehe mich im Kreis.
Wenn ich immer rede.
Mich auslassen.
Über alles, das mich quält.
Das mir Sorgen macht.
Mich erdrückt.
In der Erwartung.
Ich wollte niemanden mehr nerven.
Der mir lieb und teuer ist.
Mit meinem Jammern…
Aber ich konnte nicht.
Nicht wirklich.
Es machte alles fast noch schlimmer.
Zu schweigen.
Nur zu denken…
Die Sonne leckt den Schnee auf.
Bei jeder Gelegenheit.
Doch richtig schön ist der Tag nicht.
Die Wolken sind noch mächtig…
Mein Leben.
Mein kleines, bescheidenes Dasein.
Es ist in Gefahr.
Für manchen.
Da lebe ich nicht viel besser.
Wie ein Penner.
Für mich ist es ein Königreich.
Das ich nicht aufgeben werde.
Solange ich atmen kann.
Ich kämpfe.
Und lieber falle ich.
Als das ich hergebe.
Das ich mir geschaffen habe.
Lieber falle ich.
Ich finde eine Lösung.
Ganz bestimmt.
Für mich.
Und auch.
Wenn mancher Schnitt endgültig ist…
Vivienne/Gedankensplitter