Das Wetter finde ich zum Gähnen.
Der Winter will kein Ende nehmen!
Frau Holle macht wohl Überstunden,
der Schneefall scheint nicht überwunden.
Schnee auf den Straßen, Schnee am Dach.
Neulich hat’s einen Krach gemacht,
von meinem Bruder die Garage:
das Dach brach, welch eine Blamage!
Und frieren muss ich ohne Ende,
es klappern ständig meine Zähne.
In dicke Pullover eingehüllt,
man sich fast wie gefangen fühlt.
Schwere Schuhe mit Profil,
damit erreich ich doch mein Ziel.
Aber wenn ich dann zum Himmel seh’,
brennt die Sehnsucht und tut weh.
Blauer Himmel, helle Sonne?
Ich stapf im Schnee wie eine Tonne.
Kein Vogel singt, und keine Blumen.
Keine Bienen, die hier summen.
Kein lauer Wind, der mich umfängt!
Der Winter mir zum Hals raushängt!
Alaska scheint mir hier zu sein.
Wird doch keine neue Eiszeit sein?
Unverdrossen geh ich raus,
verlass wie täglich unser Haus.
Rutschgefahr und Eis und Schnee.
Ein Sturz tut nicht mehr richtig weh.
Steh wieder auf und klopf mich ab,
und weiter führt der Weg bergab.
Das Wetter ist nicht mein Plaisir…
Und ich kann auch sicher nichts dafür.
Doch muss ich mich Frau Holle fügen.
Und der Schnee bleibt wieder liegen.
Meine Schuhe werden nässer.
Und mein Jammer macht nichts besser….
Vivienne/Gedankensplitter