Wo finde ich dich? – Gedankensplitter

Sorgenvoller Blick zum Himmel.
Dunkle Wolkenbanken.
Mächtig.
Fast ein wenig bedrohlich…
Die Nacht bricht herein.
Und es beginnt zu donnern.
Leise noch.
Zögerlich.
Ein Blitz zuckt.
Aber draußen ist es noch ruhig.
Kein heftiger Wind.
Aber es wird regnen.
Ganz sicher.
So geht es seit Tagen.
Heftige Regenfälle.
Hochwasser.
Evakuierungen.
Aber nichts.
Kein Hauch von Sommer.
Es ist.
Als wäre er verschwunden.
Irgendwo versteckt.
Forschen.
Hinten den dicken Wolken.
Die Sonne fragen.
Bei ihren seltenen Besuchen.
Wenn sie sich stachelig zeigt.
Gar nicht sanft und wärmend…
Sommer.
Wo finde ich dich?

Das Wetter.
Nicht nach meinem Geschmack.
Es macht mich trübsinnig.
Und nachdenklich…
Die Wolken sind noch dunkler.
Ein wenig unheimlich.
Wenig einladend…
Keine lauschige Nacht.
In einem Gastgarten.
Unter Sternenhimmel…
Neulich.
Da saß ich mit dir beisammen.
Alte Freunde.
Die sich zufällig getroffen hatten.
Du hast dich ausgesprochen.
Über deine Sorgen.
Situationen.
Die dir über den Kopf wachsen.
Zusehends.
Wie soll es weitergehen?
Das hast du immer wieder gesagt.
Nimm Hilfe an!
Ich sagte es dir.
Zwei, drei Mal.
Aber du.
Du hast den Kopf geschüttelt.
Mir kann keiner helfen.
Ich muss fertig werden damit…
Irgendwie…

Wo finde ich dich?
Du hast wenig gesagt.
Über dich.
Was du machst.
Wo du wohnst.
Wie ich dich erreichen kann.
Und dann bist du gegangen.
Ich habe schlecht geschlafen.
Weil ich mir dachte.
Ich muss dir helfen.
Es gibt eine Lösung.
Für vieles.
Aber es geht nicht von selbst.
Ein erster Schritt…
Du bist so verbohrt.
Wo kann ich dich nur finden?
In dieser Stadt?
Ich wüsste nicht.
Wo ich anfangen soll…
Es donnert wieder.
Ein paar helle Lichter.
Sie sehen seltsam verloren aus…
Ich grüble.
Ich sehne mich nach Sommer.
Für dich.
Könnte auch wieder Sommer werden.
Davonlaufen.
Verstecken.
Das ändert nichts.

Wo finde ich dich?

Vivienne/Gedankensplitter

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