Zauberwelt – Gedankensplitter

Schnee fällt.
In dichten Flocken.
Als wollte es nie mehr aufhören…
Schnee fällt.
Irgendwie weihnachtet es.
Die Landschaft  verpackt.
Unter weicher Watte.
Und meine Zehen frieren.
Während ich heimgehe.
Durch den Winterabend…
Vor ein paar Tagen.
Ging ich dieselbe Straße.
Und träumte vom Frühling.
Fühlte die Wärme der Sonne.
Und ihren Kuss.
Ahnte die ersten Blumen…
Und das erste Vogelkonzert…
Schon bald…
Welch ein Unterschied.
Die Bäume.
Die schon fast grünten.
In meiner Fantasie.
Tragen nun wieder Hermelin.
Um sich vor der Kälte zu schützen…

Frühling und Winter.
Ein steter Kampf.
Noch liegt der Winter in Führung…
Wie es wohl den Sträuchern geht?
Die ich neulich sah?
Mit halbgeöffneten rosa Blüten.
Nun wieder bedeckt.
Mit dem weißen Etwas.
Das so apart aussieht.
Und doch der Wärme weichen muss.
So schnell wie es gekommen ist.
Bisweilen…
So herrlich sieht er aus.
Der weiße Pelz auf der Natur.
Prachtvoll und erhaben.
Aber wer möchte das schon immer?
Die Regentschaft des Winters.
Nein.
Sie soll nicht von Dauer sein.
Immer kalt.
Kein Grün.
Keine schmeichelnde Sonne…
Wer könnte so leben?
Für immer?

Winterweiß.
Und dichter Schneefall.
Auch noch später am Abend.
Winterliche Ruhe.
Scheint sich auszubreiten.
Ein Hauch von Friede.
Über der bizarren Landschaft.
Fast eine Märchenwelt.
Überirdisch schön.
In der sich die Bäume zunicken.
Weise und philosophisch…
Wissend…
Ich löse mich von dem Anblick draußen.
Ich sollte nicht zu viel träumen…
Da nickt sich niemand zu.
Und ein Baum ist ein Baum.
Und kein Märchenwesen.
Auch wenn man es glauben könnte.
An Abenden wie diesen.
Wenn die Welt ein wenig faszinierender wird.
Und bezaubernd.
Zumindest.
Wenn ich nicht in der Kälte stehe.
Und meine Füße wärmen muss…

Vivienne/Gedankensplitter

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