Zum Beispiel Kaiserwalzer, Manöverball, Generalfeldmarschall Göring und Herr Minister von uns zu Gutemberg – Toni’s O-Ton

Was macht einen guten Armee-Führer aus?

Wenn es nach Alexander dem Großen ginge, dann dürfte diese Frage ganz leicht zu beantworten sein:
„Er reitet natürlich ganz vorne in der Schlachtordnung! Immer dazu bereit, seinen Soldaten ein gutes Beispiel für Tapferkeit und Selbstaufopferung zu geben!“
Würde der Mazedonier auf diese Frage vermutlich geantwortet haben.

Kaiser Franz-Josef dagegen, K- und K-Monarch der Alten Habsburger, hatte da schon eher etwas andere Vorstellungen und wer könnte es ihm nachtragen? Das Habsburgerreich, nach dem Gnadenvollen Herrscher in einem Weltreich „in dem sich die Sonne nicht unterzugehen wagte “, etwas durch ständiges „Kriegsführen“ zurechtgestutzt, hielt es da eher mit höfischer Geselligkeit. Das Militär wurde dann meist zur dekorierenden Ausstattung und der Kaiser begrüßte seine „Lieben Tschuschen“, die „Tapferen Böhmen und Südtiroler“ und nicht zuletzt, „die Kroaten, die uns die Serben vom Leibe halten“.

Danach wurde dann zum Manöverball geladen und das Herrscherpaar führte den Reigen zum Kaiserwalzer an. Und niemandem wäre dabei unwohl gewesen.

Ginge es nach Heerführern Deutscher jüngerer Geschichte, wäre diese Frage auch sehr schnell zu beantworten. Groß- und General-Feldmarschall Hermann Göring hatte seinerzeit seinen gröFaZ, Adolf Hitler, damit konfrontiert, höchstselbst im schon von der Roten Armee eingekesselten Stalingrad dessen Durchhalte-Parolen verlesen zu wollen, um hierdurch die von der Vernichtung bedrohte 6. Armee zu motivieren, „bis zum Endsieg durchzuhalten!“

Und nun unser Freiherr! Von und zu Gutemberg aus Kulmbach. Er und seine Steffi! Beide in schicker Robe. Bei der Freifrau dann nur noch durch ein ziemlich unkleidsames Bristol-Jacket (der Oberste Heerführer vor Ort, sozusagen der verlängerte Arm des Strahlemannes der CSU, hatte darauf aus Sicherheitsgründen bestanden) ein wenig eingeschränkt.

Beide, im Gefolge ein 16 Köpfiges Team von Sat 1, unserem zur Zeit etwas kränkelnden Privatsender, traten wie einst das Herrscherpaar von der Burg in Wien auf.

„Ich hatte einfach das Bedürfnis, hier sein zu müssen. Schon um, so von Frau zu Frau mit den Soldatinnen hier in Afghanistan über ihren schweren Auftrag reden zu können!“ Sagte es, um schon wenige Stunden später, wieder gen Heimat zu reisen.

Der Eindruck, den diese „Truppenbetreuerin der Herzen“ (BILD) bei den Deutschen Truppen hinterließ, dürfte allerdings nicht an den einer Marilyn Monroe seinerzeit in Korea heranreichen.

Und wozu das alles? Kerner sei Dank, um den Deutschen Soldatinnen und Soldaten zu versichern, „dass gerade mein Mann und ich es sind, die Ihnen gar nicht genug danken können, dass Sie hier im fremden Land, Ihr Leben aufs Spiel setzen um Deutschlands Freiheit zu verteidigen“!

Ach ja, wir sind ja nur in Afghanistan, „weil dort die Freiheit am Hindukusch verteidigt werden muss und nicht etwa, weil ein durch geknallter Geoge W. Bush, unbedingt „seine Rache“ wollte“!

Also, liebe Soldaten, wenn demnächst wieder mal ein Minister die Reihe von Särgen Gefallener, in irgendeiner verschlafenen Kreisstadt in Niedersachsen oder Bayern mit Tränen in den Augen abzuschreiten hat, sollte sich jeder kritische Geist einmal die Frage stellen lassen, „ob sie nicht fesch waren, unsere Frau Verteidigungsministerin und ihr Mann, der Herr Verteidigungsminister?“

Wieso? Ach das gilt nicht? Die Frau eines Bundesministers kann gar nicht als Frau Minister-Gattin angeredet werden? Das verbietet das Diplomatische Prozedere? Wird darüber hinaus in einer Demokratisch ausgerichteten Gesellschaft, auch gar nicht so sehr gerne gesehen?

Na gut, das Argument mit den vom Volk Gewählten und nur diesem Verpflichteten, könnte man ja dann auch beruhigt so stehen lassen.

Aber währe es nicht mal so langsam an der Zeit, die alten Gewohnheiten wieder auferstehen zu lassen? Nein, nicht mit an der Spitze des Heeres reiten. Nein, da schon lieber die herrlichen Bälle und die feschen Walzer-Klänge!
Und ein Kaiser-Paar stände uns auch nicht gar so schlecht.

Ach so, was war eigentlich damals mit dem Herrn General-Feldmarschall und Stalingrad?

Ach so, eh ich’s vergesse, der hat, dem Führer sei Dank, damit solange gewartet bis General Paulus die Weiße Fahne herausgehängt hatte.
Wer weis, wie die Sache sonst doch noch ausgegangen wäre?

Und der Kerner? Der macht nun Quote, denn wie titelte Bild? „ Stefani, die tapferste Gräfin Deutschlands“!

Tja Herr Kerner, wenn man solche Freunde hat, wer denkt da schon an ein paar Feinde? Zumal, wenn diese Freunde jedem geklauten Tanklaster, die Amerikaner mit 500 Kilobomben hinterher schicken?

Ach ja, Stefani, die hätte vermutlich auch sehr gerne mit ein paar Afghanischen Frauen gesprochen, „so von Frau zu Frau“! Aber auch dagegen hatte der „Oberste Heerführer vor Ort“ etwas einzuwenden: Na gut, der musste es ja wissen! Denn, der weis ja Bescheid über kriegsähnliche Zustände! Und über tapfere Ministergattinnen!

A.S. 16.Dezember 2010 im 9. Jahr des „Krieg`s gegen den Terror“    (chefschlumpf)

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