Diese Traurigkeit – Gedankensplitter

Ich könnte zufrieden sein.
Ich denke, ich müsste…
Wenn ich da ein paar Jahre zurückdenke.
Mich erinnere…
Nein.
Ich hatte es nicht so gut.
Nie so gut wie jetzt.
Ich müsste zufrieden sein.
Mit meinem Leben.
Mit meinem Erfolg.
Wenn ich ehrlich zu mir selber bin.
Es könnte doch alles viel schlimmer sein…
Oder?

Das stimmt schon.
Ja.
Ich gebe es zu.
Aber…
Da ist diese Traurigkeit.
Bisweilen befällt sie mich.
Umfasst meinen Nacken.
Und hält mir die Augen zu.
Und die Ohren…
Dann verliere ich mich immer.
Panik befällt mich.
Und Unsicherheit.
Und ich fürchte mich.
Manchmal möchte ich sogar sterben…

Ich weiß nicht woher sie kommt.
Diese Traurigkeit.
Die wie eine dunkle Wolke alles verhüllt.
Was mir schön und wertvoll scheint.
Und ich fühle Schmerzen.
Nicht am Körper.
Sondern an der Seele.
Schmerzen, die kein Mensch kennt.
Oder erahnen kann.
So schlimm sind sie.
Ich fürchte mich davor.
Und weiß doch.
Sie kommen wieder.
Wenn ich nicht damit rechne…

Dann sitze ich herum.
Traue mich kaum zu bewegen.
Und hoffe, dass sie bald geht.
Diese Angst.
Die mich zermürbt.
Und mir das Lachen aus dem Gesicht schlägt.
Manchmal ist sie wochenlang nicht da.
Manchmal.
Aber ich weiß, dass sie lauert.
Ich bin nicht frei.
Ich entkomme ihr nicht…

Dabei könnte ich wirklich zufrieden sein.
Ich habe oft Glück.
Glück, das ich nicht mehr für möglich hielt.
Aber die Angst verhindert längeres Glücklichsein.
Und den Frieden in mir.
Ich weiß nicht woher sie kommt.
Diese Angst.
Aber ich spüre.
Wie sie mir die Kraft zum Leben raubt.
Und wie mir alles gleichgültig wird.
Was ich erreicht habe.
Immer mehr.
Die Angst wird kommen.
Mich heimsuchen.
Immer wieder.
Und vielleicht wird sie auch immer stärker…

Nach einer Idee von P.H.

Vivienne/Gedankensplitter

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