Vergib es mir! – Gedankensplitter

Vergib mir.
Vergib es mir bitte!
Dass ich bin, wie ich bin.
Nun mal.
Nicht perfekt.
Und so gar nicht pflegeleicht.
Einfach nie so.
Wie du mich gerne hättest.
Wenn es nur ginge.
Aber es geht nicht.
Denn ich bin ich.
Und manches werde ich wohl nie lernen.
Und begreifen.
Dass man dir nicht widerspricht.
Und so manche Dinge ruhen sollten.
Ungesagt.
Für immer.
Man sollte sie nicht ausgraben.
Nicht einmal im Scherz.
Und das gelingt mir einfach nicht…

Vergib mir.
Dass ich dir keine Offenbahrung bin.
Weder als Frau.
Noch als Mensch.
Und dass ich widerborstig bin.
Stur.
Und schwierig.
Und dir nicht nach dem Mund rede.
Wie es andere tun.
Geübt und munter.
Die denken sich oft ihren Teil.
Im Verborgenen.
Sie sagen dir nicht ins Gesicht.
Was sie wirklich denken.
Aber wenn ich sage.
Was ich denke.
Stelle ich mich ins Abseits.
Und sammle Schlechtpunkte.
Bei dir.
Ich sollte es ja wissen.
Schon lange.
Dass ich den Mund halte.
Wenn ich anderer Meinung bin.
Vor allem in gewissen Belangen.
Aber ich schaffe das einfach nicht…

Vergib mir.
Dass ich ein Mensch bin.
Und eigentlich nur meinen Weg gehen möchte.
Ohne großes Tamtam.
Aber heucheln liegt mir nicht.
Und darum fürchte ich.
Wird sich nichts ändern.
Zwischen uns.
Auch wenn du mir vergibst…
Du wirst enttäuscht sein.
Du wirst verärgert sein.
Du wirst wütend sein.
Über mich.
Und weiterhin.
Fast ein Naturgesetz.
Wir tun uns nichts Gutes.
Weiter so zu machen.
Und darum vergebe ich mir.
Zumindest selber.
Und schleiche mich davon.
Für immer.
Recht machen kann ich es dir nicht.
Ich wüsste nicht wie…

Vivienne/Gedankensplitter

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