Es liegt ein Sterben in der Welt.
Heftiger als sonst.
Und es trifft.
Unerwartet.
Macht keinen Unterschied.
Zwischen Ruhm.
Und Bedeutungslosigkeit…
Man fühlt es.
Ganz deutlich.
Und es ist noch nicht zu Ende.
Nein.
Es kann jeden treffen.
So wie immer.
Aber man denkt wieder dran.
Öfter.
Fühlt die Angst….
Ist es vorbei?
Weil es vorbei sein könnte?
Jeden Tag?
Muss ich nun leben?
Mit diesen Gedenken?
Ständig?
Weil ich überfahren werden könnte?
Von einem Auto?
Von einem Radfahrer?
Oder tot umfallen könnte?
Wegen eines Hirnschlages?
Nein.
Es ist nicht vorbei.
Das Leben ist endlich.
Kann jeden Tag aus sein.
Es war nie anders.
Es fällt uns nur auf.
Klangvolle Namen.
Werden dahingerafft.
Flugzeuge.
Sie stürzen ab.
Schreckliche Unfälle.
Krankheiten…
Wir leben geduckt.
Ein wenig zumindest.
Erwarten den nächsten Fall.
Erleichtert.
Dass wir verschont blieben…
Es wird uns nicht treffen.
Die meisten von uns nicht.
Wir fürchten uns trotzdem.
Ein wenig.
Wir fürchten uns.
Weil wir viel zu verlieren haben.
Und alles.
Fast alles.
Ist materiell…
Ich gebe zu.
Ich hätte auch viel zu verlieren.
Meinen bescheidenen Komfort.
Der manchen nur ein Lächeln kostet.
Vielleicht…
Aber ich liebe es.
Was ich mir aufgebaut habe.
Selber.
Etwas Besonderes.
Ich würde nicht gerne gehen.
Wenn es sein müsste.
Aber wer fragt mich schon?
Niemand im Leben fragt mich.
Nicht der Tod.
Nicht der Staat.
Oder Behörden.
Nicht die Firma.
Niemand.
Ich lebe mein Leben.
Tag für Tag.
Ich müsste gewappnet sein.
Für so vieles.
Und wäre ich es.
Ich würde wohl halb verrückt werden.
Vor lauter Sorge…
Vorbei.
Vieles kann vorbei sein.
Jeden Tag.
Und doch.
Vorbei heißt auch.
Etwas Neues beginnt.
Immer…
Vivienne/Gedankensplitter