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23.08.2005, © Vivienne

Angst vor der Liebe. 

Ich spaziere durch die Straßen.
Summe ein Lied vor mich hin.
Sehr romantisch.
Wunderschön.
Ein Liebeslied.
Eigentlich möchte ich nicht an dich denken.
Nicht jetzt.
Aber ich tu es trotzdem.
Allein schon durch das Lied.
Ich weiß es genau.
Ich kenne mich.
Und es ist auch schön von dir zu träumen.
So ein wenig.
Verspielt irgendwie.
Mit Schmetterlingen im Bauch.
Die ein glückliches Lächeln in mein Gesicht zaubern.
Aber dann erstirbt die Melodie auf meinen Lippen.
Meine Faust krampft sich zusammen.
War es nicht mit ihm genau so?
War ich nicht auch so glücklich?
War ich mir nicht sicher:
Er liebt mich auch?

Es schien so.
Er hat es aber nicht getan.
Er war nicht gut zu mir.
Nicht mit Händen.
Sondern mit Worten.
Er hat mich belogen.
Er hat mir sehr wehgetan.
Ich wollte sterben…
Ich blicke zum Himmel.
Bist du auch nicht anders?
Treibst du auch mit mir ein böses Spiel?
Kann ich dir noch vertrauen?
Nach all dem?
Was ich erlebt habe?
Was ich gelitten habe?
Machst du mir auch etwas vor?
Oder nicht?
Ich ziehe die Stirn in Falten.
Denke nach.
Wie ähnlich ihr euch seid.
Und doch auch wieder nicht.
Man sagt:
Die Umstände machen oft einen Menschen aus.
Doch ihm vertraue ich nie mehr.
Aber was ist mit dir?

Ich setzte mich auf eine Bank im Park.
Blicke den Wolken am Himmel nach.
Suche die Wahrheit.
Und kämpfe gegen die Angst in meinem Inneren.
Ich werde dich sehen.
Morgen wieder.
Ich freue mich auf dein Lächeln.
Deine sanften Hände.
Und die Wärme, die du ausstrahlst.
Ich habe dich so lieb.
So sehr.
Ich habe so gelitten, als ich allein war.
Und wegen ihm.
Der mir so wehtat.
Dass der Schmerz noch heute in mir lebt.
Was, wenn du mich genau so belügst?
Was, wenn du dir nur einen Spaß erlaubst?
Mit mir?
Ich weiß nicht, was ich tun soll.

Liebe ist Risiko.
Man hat nie Gewissheit.
Es kann funktionieren mit zwei Menschen.
Aber es muss nicht.
Und jedes Mal wieder.
Bei einer neuen Liebe.
Ist das Risiko gleich hoch.
Verletzt zu werden.
Betrogen zu werden.
Sich zu irren.
Man hat nur eine Möglichkeit.
Man muss sich trauen.
Oder die Angst siegt.
Das Leben bleibt lieblos.
Ich fürchte mich.
Sehr.
Aber dich liebe ich noch mehr.
Ich würde dir nie verzeihen.
Wenn du mir wehtust.
Aber ich lasse mich nicht von der Angst besiegen.
Ich reiche dir die Hand.
Und sehe dir in die Augen.
Voll Gefühl.
Ich wage es.
Ich vertraue dir.

Vivienne

 

 

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