Home Lyrik und Poesie Gedankensplitter
12.06.2005, © Vivienne
Ich kämpfe nicht mehr um dich!
Heiß und kalt.
So war unser Verhältnis von Anfang an.
Und dass ich nicht dein Einziger war.
Daran hast du nie einen Zweifel gelassen.
Du brauchst die Abwechslung.
Und du brauchst auch mich.
Ab und an.
Und das Gefühl der Macht, die du über mich hast.
Und die anderen.
Ich liebe dich.
Ich habe nie eine Frau mehr gewollt.
Mit allen Fasern meines Herzens angebetet.
Das hat dir gut getan.
Und deiner Eitelkeit.
Und du bist so schön.
So unglaublich begehrenswert.
In deinen Augen steht mein ganzes Glück.
Und mein ganzes Leid.
Du kannst mich aufrichten.
Dass ich mich unbesiegbar fühle.
Und du kannst mich zerstören.
Ruinieren.
Etwa, wenn du dich ein paar Wochen nicht rührst.
Die Eifersucht bringt mich um.
Ich weiß auch nicht, wie sie heißen.
Deine anderen so genannten Freunde.
Und wie viel es sind.
Aber du telefonierst mit ihnen.
Oft neben mir.
Ungeniert.
Um mich klein zu machen.
Um mich zu demütigen.
Um mir zu zeigen.
Ich brauche dich im Grunde nicht.
Nur dann, wenn mir nach dir ist.
Also pass auf!
Dass du es dir mit mir nicht verscherzt
Ich verstehe es gut zwischen deinen Worten zu lesen.
Und auch, wenn du nach so einem Telefonat wieder schnurrst wie ein Kätzchen
Ich fühle mich wie erniedrigt.
Und ich denke nach.
Über den einen wie den anderen.
Und warum sie dir so viel geben können, das ich dir nicht geben kann
Es liegt wohl nicht an mir.
Nicht vorrangig.
Sondern an dir.
Ein Mann genügt dir nicht.
Und so pickst du dir deine Rosinen heraus.
Ich bin so eine Rosine.
Und ich muss auch damit rechnen, dass du mich irgendwann ausspuckst.
Für immer.
Eine Frau wie du ist selten zufrieden mit dem was sie hat.
Und wenn, dann nur für kurze Zeit
Immer für dich da sein?
Auf Abruf?
Nein.
Auch wenn du mich schon so klein gemacht hast.
So möchte ich nicht weiterleben.
Ich bin nicht dein Spielzeug.
Dein Hampelmann.
Tu, was du willst.
Erniedrige, wenn du möchtest.
Ich löse das Band zwischen uns.
Natürlich tut es weh.
Aber irgendwann lässt der Schmerz nach.
Wenn es so bleibt, wie es ist.
Wird der Schmerz immer stärker werden.
Und nie aufhören.
Nein.
Ich versuche dich nicht mehr zu überzeugen, dass ich der Beste für dich bin.
Ich kämpfe nicht mehr um dich.
Weil du gar nicht begreifst, wie sehr ich dich liebe
Vivienne/Gedankensplitter
Redakteure stellen sich vor: Vivienne
Alle Beiträge von Vivienne