von Vivienne – Mai 2004
Einfach Liebe…
Was ist es?
Das, was uns an einem Menschen gefangen nimmt?
In seinen Bann zieht?
Das, was uns irgendwann erkennen lässt:
Ich liebe dich.
Schwierig zu sagen.
Es befällt uns fast wie eine Krankheit.
Nicht umsonst sprechen die Franzosen, ganz blumig, davon:
La maladie damour.
Die Krankheit der Liebe.
Eine seltsame Krankheit.
Die sich doch jeder wünscht.
Der lieben kann.
Der lieben möchte.
Der sich nach Liebe sehnt.
Wie wird man infiziert?
Ein Virus ist es nicht.
Der Ausdruck Chemie gefällt mir in dem Zusammenhang ganz gut.
Chemie.
Etwas im anderen.
Das dass Blut in Wallung bringt.
Das die Körpersäfte anregt.
Es kommt etwas rüber vom anderen.
Das man nicht sieht oder hört.
Es ist einfach da.
Es umfängt einen.
Liebe.
So einfach.
So kompliziert.
Liebe ist unerklärbar.
Hunderte Definitionen.
Und jeder empfindet anders.
Wer sich an Äußerlichkeiten orientiert.
Empfindet keine Liebe.
Sucht nur ein Objekt zum Besitzen.
Schön ist alles, was man mit Liebe betrachtet.
Schön ist nämlich das Empfinden für einander.
Das, was der jeweils andere ausstrahlt.
Und auf positiven Widerhall trifft.
Liebe erklärt sich jeder anders.
Und das ist gut so.
Jeder Mensch ist einzigartig.
Auch in seiner Liebe.
Liebe ist fühlen.
Nicht nur mit dem Körper.
Oder mit den Lippen.
Sondern auch mit der Seele.
Mit der Seele empfindet man am stärksten.
Sie kann auch am heftigsten verletzt werden.
Viel stärker als der Körper.
Ein Schlag heilt wieder.
Ein gezielt verletzendes Wort, ein Verrat vielleicht nie mehr.
Je mehr man einen Menschen liebt.
Desto mehr hat er Macht über einen.
Ob er will oder nicht.
Und desto mehr kann er verletzen.
Die Menschen, die man nicht vergisst.
Auch nicht nach Jahren.
Einfach Liebe
und doch so große Auswirkungen
Bis vielleicht jemand anderer kommt.
Der diese Wunde heilt.
Den man heilen lässt.
Wenn man begreift.
Ich habe jemand Besseren verdient
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