Warum ich? – Philosophien

Bisweilen…
Fließt der Fluss…
Des Lebens…
Rech beschaulich dahin.
Ohne Stromschnellen…
Oder heftige Wellen…
Man ist geneigt…
Zu denken.
Dass es ewig…
So dahingehen könnte.
Ohne gröbere Vorkommnisse…
Aber auf einmal.
Ist sie da.
Die große Cäsur.
Alles wird anders…!

Eine schwere Krankheit.
Ein heftiger Unfall.
Arbeitsplatzverlust.
Scheidung.
Auf einmal…
Steht man.
Vor den Scherben…
Seines Lebens.
Und muss…
Mit der neuen Situation…
Fertig werden…
Ist es nicht so?
Und der eine…
Oder die andere…
Fragt sich.
Verzagt.
Im Selbstmitleid.
Warum…
Muss mir das passieren?
Warum?
Ich habe doch nichts.
Falsch gemacht.
Ich habe doch…
Niemandem…
Etwas getan!

So etwas.
Bringt einen nicht weiter.
Ereignisse wie diese.
Passieren einfach.
Und das Wichtigste ist.
Sich mit dem Ganzen…
Zu arrangieren.
Schadensbegrenzung.
Zumindest versuchen.
Daraus lernen.
Und darauf aufzubauen!
Leichter gesagt.
Als getan!
Wird mir manche/r…
Entgegnen.
So ein Schicksalsschlag.
Wirft einen…
Aus dem Leben.
Aus der Spur.
Nur Hadern…
Mit den Umständen…
Ist nicht konstruktiv.
Genauso…
Wie vielleicht…
Einen Schuldigen zu finden.
Ein Feindbild…
Aufzubauen…
Gegen Unglück…
Ist man nicht…
Gefeit.
Es kann einem immer…
Widerfahren.
Und so schlimm es klingt…
Manches…
Es muss einfach passieren.
Auch wenn sich.
Der Sinn verschließt…

Und was wäre wohl…
Ein Leben…
Immer unterwegs…
Auf dem ruhigen Fluss?
Keine Herausforderungen?
Wäre das nicht…
Langweilig…
Mit der Zeit…
Um nicht zu sagen…
Öde schon?
Manches Üble…
Muss man annehmen.
Und das ist bisweilen.
Schon Teil der Lösung…
Oder zumindest…
Ein Ansatz.
Man reift daran.
Man wächst daran.
Und ein wirklich…
Beschauliches Leben.
Kann jeder leben…
Dafür braucht es…
Niemand Besonderen…
Wer kämpfen muss.
Bisweilen.
Reagiert gestärkt.
In den Unbillen.
Des Lebens…

Und ich selber.
Wäre nicht ich.
Wenn ich mich nicht.
Immer wieder.
Behaupten hätte müssen!

Vivienne/Philosophien

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