Word Rap – Gedankensplitter

Josef.
Drehte sich.
Halb nach links.
Da stand sie!
Kurze, blonde Haare.
Neckisch geföhnt.
Blaue Augen…
Sehr hübsch also.
Oder besser gesagt.
Ganz sein Fall.
Seit ihn.
Seine Frau.
Verlassen hatte.
War er.
Nicht mehr.
So verliebt gewesen.
Aber sie.
Helga.
Beachtete ihn kaum.
Ihretwegen.
War er.
Dem Firmenchor.
Beigetreten.

Ihretwegen.
Sang er.
Im Lied der Herbergsuche.
Die Soli.
Des bösen Wirts.
Was hieß schon sang!
Er hatte improvisiert.
Er rappte!
Anders.
Konnte man es.
Nicht nennen.
Denn singen.
Konnte er nicht.
Kein bisschen.
Und zumindest jetzt.
Redete Helga.
Mit ihm.

Hey!
Word Rap!
Alle Achtung!
Hatte sie ihm.
Respekt gezollt.
Sie.
Hatte gelächelt.
Ihre blitzblauen Augen…
Machten ihn.
Nervös.
In der Nacht.
Schlief er schlecht.
Sehr schlecht.
Sein Puls.
Ging schnell.
Er schwitzte.
Trotz.
-7°C draußen.
Er trat ans Fenster.
Blickte hinaus.
Nicht länger!
Allein sein!
Eine hübsche Frau
Die das Feuer.
In ihm.
Geweckt hatte…!
Er wünschte sie sich!
So sehr…

Der Tag.
Der Aufführung.
Bei der Weihnachtsfeier.
In der Firma.
Josef lag im Bett.
Schwere Bronchitis.
Kein Wort.
Brachte er.
Heraus.
Heute.
Hatte er Helga.
Einladen wollen.
Nach der Aufführung.
So schön.
Hatte er sich.
Das ausgemalt.
Ein romantisches Date.
Kerzenlicht.
Und tiefe Gefühle!
Keine Frau.
Konnte sich.
Dem entziehen.
Aber…
Seinen Part.
Sang ein anderer.
Klassisch.
Und Helga.
Sie verschwand.
Dem Vernehmen nach.
Früh.
Mit einem…
Unbekannten Mann…

Vivienne/Gedankensplitter

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