Trau, schau, wem? – Reminiszenzen

Alle Kollegen heute.
Im Büro.
Die Chefinnen…
Sie haben sich…
Angesagt.
Meine Chefin…
Setzt sich…
Zu allen Mitarbeitern.
Plaudert länger.
Über vieles…
Bindungen aufbauen.
Vertrauen stärken.
Kennen lernen…
So auch mit mir…
Unerwartet lange.
Sie ist freundlich…
Erzählt freimütig…
Aus ihrem Leben.
Ein nettes Gespräch.
Letztlich.
Unerwartet freundlich.
Durchaus angenehm…
Warme Zwischentöne.
Sie kann das.
Unzweifelhaft.
Sie trifft…
Den richtigen Ton…
Trotzdem…
So bin ich nun mal…
Bin ich innerlich…
Ein wenig…
Auf der Hut.
Wie kann ich…
Das werten?
Brücken bauen…
Oder…
Einfach nur aushorchen?

Wer weiß das schon!

Ein Kollege.
Junger Familienvater.
Der sich…
Eine Serie…
Zum Vorbild…
Genommen hat…
Ich heirate eine Familie!
Das große Glück.
Tut ihm gut.
Er ist klug.
Eloquent.
Gebildet.
Freunde.
Sind wir zwar…
Nicht wirklich.
Aber…
Man schätzt sich.
So der Eindruck.
Und trotzdem…
Er kennt…
Meinen früheren Chef.
Hat sich mit ihm.
Unterhalten.
Über mich…
Seine Anspielung…
Mein Unmut…
Über den…
Früheren Vorgesetzten…
Wäre nur…
Eine verhinderte…
Liebesgeschichte…
Klar…
Dass sich der…
Herausredet.
Gewiefter Lügner.
Kranker Schwadronierer.
Dabei bin ich ihm…
Nie!
Zu nahe getreten.
Auf keinen Fall!
Einfach lächerlich!

Immer wieder…
Diese Fragen…
Kann ich…
Diesem Kollegen…
Noch vertrauen?
Könnte er…
Meinem Ex-Chef…
Nicht vieles von mir…
Stecken?
Wie man so sagt?
Mein Leid.
Meine Verluste.
Meine Sorgen.
Denn das wollte ich…
Bestimmt nicht!

Vielleicht…
Bin ich einfach…
Zu misstrauisch.
Vielleicht.
Sehe ich Schwierigkeiten…
Die es nicht gibt.
Nicht so.
Aber…
Ich kann nicht.
Aus meiner Haut.
Gebranntes Kind…
Scheut das Feuer…
Vor lauter Vorsicht…
Und…
Böser Ahnung.
Kann ich manches…
Nicht mehr annehmen…
Ohne Zweifel…

Vivienne/Reminiszenzen

Schreibe einen Kommentar