Traum vom Frühling fängt mich ein.
Ich wähne mich im Sonnenschein.
Der blaue Himmel lacht über mir –
Nur schade, dass real ich frier!
Draußen schneit es, Minusgrade!
Was ich Sehnsucht nach der Wärme habe!
Dabei kann ich doch glücklich sein –
Hier in die Wohnung kommt nichts rein.
Vom Schnee bekomm ich Depressionen!
Ich möchte gern im Süden wohnen!
Ich möchte Schnee nie wieder sehen –
Und nie mehr durch den Nordwind gehen,
eingehüllt in lauter Schnee und Eis!
Viel lieber hätte ich es gern heiß!
Ich möchte gern in der Sonne liegen,
mir leichte Sachen nur anziehen.
Ach Winter, wärst ein Fremdwort bloß!
Wie werde ich dich denn wieder los?
Aus dem Fenster sehe ich nur Flocken,
und Vögel auf den Bäumen hocken.
Die sehen auch schon ziemlich traurig aus.
Der Schnee hängt ihnen sicher auch heraus.
Vor ein paar Tagen durft’ ich hoffen,
sah ich am Goldregen ein paar Knospen!
Im Garten keimten Narzissen schon!
Nun schneit’s darüber, welch ein Hohn!
Ich seufze, und zieh den Vorhang zu.
Wozu seh ich denn dem Schneefall zu?
Ich schließ die Auen, das Programm –
seh ich mir viel, viel lieber an!
Ich seh’ die Sonne, spür sie schon fast,
und geh’ spazieren, ganz ohne Hast!
Blumen blühen, Vögel singen Chor.
Eine Melodie ganz leis’ in meinem Ohr,
die mir verheißt: Musst nicht mehr warten –
bald kommt der Frühling in den Garten…
Vivienne/ Gedankensplitter