Bitterkeit – Gedankensplitter

Ein Tag in Grau.
Viele Wolken.
Wenig Sonne.
Ich trinke Kaffee.
Vom Automaten.
Süß und schokoladig.
Als wollte ich die Bitterkeit wegspülen.
Tief in mir.
Dabei gefällt es mir hier.
Es könnte der Ort sein.
Wo ich mich wieder fange…
Zu alter Stärke finde.
Aber die Schatten von früher.
Sie liegen mir auf der Seele.
Und ich bin wütend.
Dass man mich nicht in Ruhe lässt…
Ich bin weg.
Genügt das nicht?
Ich bin weg!
Für immer.
Also lasst mich in Ruhe!
Denke ich mir.
Und trinke den Becher leer…

Man sagt.
Ich wäre bitter.
Ich wäre negativ.
Während ich meine.
Ich lasse mir zu viel gefallen.
Und man verletzt meine Grenzen.
Gerne.
Und noch immer.
Keiner versteht mich.
Nein.
Während ich mich ärgere.
Dass ich nicht widersprach.
Neulich.
Das Telefonat.
Eine Frechheit.
Eigentlich.
Aber ich bin feige.
Und diesen Menschen.
Ich fürchte ihn.
Heimlich.
Noch immer.
Obwohl ich nicht müsste.
Nicht mehr.
Er bedeutet nichts!
Sage ich mir.
So wie früher.
Aber er weiß.
Wie er mich aus dem Konzept bringt.
Psychologische Spielchen.
Seine Stärke…

Ich gehe zurück.
Blicke über die Stadt.
Der Tag dauert noch.
Aber wenn ich an früher denke…
Hier.
Das reinste Paradies!
Mein Tagwerk.
Ich kämpfe mich dahin.
Mit manchem Erfolg.
Es ist vertraut.
So wie seinerzeit.
Irgendwann einmal.
Als mir der Job noch Spaß machte.
Hundert Jahre her.
Oder so.
Die Freude an der Arbeit.
Sie sinkt auf Null.
Wenn einem die Existenzgrundlage entzogen wird.
Ich lächle bitter.
Oh ja!
Ich bin eine Zicke.
Und ich bin nachtragend.
Und ich vergesse nicht…
Ja.
Natürlich ist es meine Schuld.
Ich bin nicht locker…
Ich beiße in das Jausenbrot.
Kaue mit Genuss.
Die Wahrheit ist doch.
Dass ich ein Arschloch erkenne.
Noch immer.
Auch wenn es gut aussieht…

Vivienne/Gedankensplitter

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