Das gemachte Nest – Gedankensplitter

Schau.
Der Kollege.
Er ist ewig geschieden.
Und ich finde.
Er passt so gut.
Zu dir…
Willst du alleine bleiben?
Ein schmuckes Haus.
Am Stadtrand.
Eine schnittige Limousine.
Und jedes Jahr.
Eine Fernreise…
Greif zu!
Dann geht’s dir gut!
Den Rest…
Deines Lebens!

So.
Oder so ähnlich.
Das musste sie sich.
Anhören.
Immer wieder.
So jung…
Sei sie auch nicht mehr…
Und wenn sie…
Nicht aufpasste.
Dann würde sie…
Alleine bleiben…
Wäre das ein Leben?
Sie blieb still.
Sagte nicht viel.
Und wenn die Rede.
Auf den Kollegen kam.
Wie so oft.
Dann wandte sie sich ab.
Schüttelte den Kopf.
Und immer öfter.
Da suchte sie…
Das Weite!
Sie verstehen es nicht.
Besser.
Sagte sie sich.
Wenn sie sich.
Wieder ärgerte.
Über diese Wortspenden.
Über manche Aktionen.
Sie näher…
Bekannt zu machen.
Mit dem Kollegen.
Genügt es nicht.
Wenn ich nein sage?
Fragte sie sich stets.
Etwas verärgert.
Was muss ich denn tun…
Damit sie es…
Begreifen?
Ich wäre ja doch nicht…
Die Richtige!
Was wissen die schon…!
Man schüttelte.
Den Kopf über sie.
Und der Kollege selber.
Der grüßte.
Nicht mehr.
Sondern sah sie nur mehr.
Wütend an…
Manchmal…
War sie nah dran…
Es ihm zu sagen…
Aber wäre das…
Nicht noch…
Schlimmer gewesen?

Was wussten die schon.
Von ihr.
Von ihrer Liebsten.
Die immer…
Freitagabend kam.
Und bis Sonntagnachmittag blieb.
Ihre große Liebe.
Ihre wahre Liebe.
Ein heimliches Glück.
Denn sie wohnte.
Weit weg.
Und ihre Wohnung.
War noch kleiner.
Als die eigene.
Egal!
In diesen Wochenenden…
Da lebte sie.
Wirklich.
Das ganze Glück.
Des Lebens fand sich.
In diesen Stunden.
Die nur ihnen beiden.
Gehörten.
Ganz allein!
Aber die Kollegen.
Die hätten das.
Noch viel weniger…
Verstanden.
Und hätten nicht.
Aufgehört.
Zu reden…
Und zu tuscheln…
Darum schwieg sie.
Und genoss still.
Denn dieses späte Glück.
Das ließ sie sich.
Nicht nehmen…

Vivienne/Gedankensplitter

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