Ein Duft wie Herbst.
Liegt in der Luft.
Und die Kälte.
Lässt mich zittern.
Ungewohnt hart.
Ist die Griff des Windes.
Der mich unsanft zerrt.
Und mir den Regen ins Gesicht bläst…
Unfreundlich.
Ist das Wetter.
Unwirklich.
Ist tatsächlich schon Juni?
Ende Juni?
Eintöniges Grau am Himmel.
Bleibt nur die Flucht.
In meine vier Wände.
Unter die Dusche.
Wo mich warmes Nass sanft kost.
Meinen Körper streichelt.
Und meine Seele.
Ich rubble mich trocken.
Nein.
Das kann nicht Sommer sein!
Das ist der Herbst in Verkleidung!
Es freut mich heute nichts.
Irgendwie.
Nicht Fisch.
Nicht Fleisch.
In mir.
Unstimmig.
Wie ein Loch in mir.
Das sich in meinen Körper frisst.
Tief in mein Innerstes…
Mein Kopf schmerzt.
Und die Seele wogt.
In Konfusion…
Der Regen geht.
Irgendwann.
Ich weiß es.
Aber ich sehne mich nach der Sonne.
Wie nach einem Freund.
Lang vermisst.
Aber so lange ist es noch nicht her…
Der Mensch braucht die Sonne.
Sein Leben.
Es wäre nichts ohne sie.
Die Liebe ist die Sonne.
Wer die Liebe nicht kennt.
Verkümmert.
Wie eine Pflanze ohne Licht…
Man wird trübsinnig.
Wenn der Sommer sich versteckt.
Sich in Regenwolken kleidet.
Und die Sonne verhüllt.
Ein schlechter Scherz.
Möchte man meinen.
Wolken.
Sie umschlingen das Land.
Und erdrücken die Lebensfreude.
Im grauen Einerlei.
Ist man verloren.
Die Kälte des Regens.
Sie ist fast wie das Eis des Winters.
Und lässt die Menschen frieren.
Einsamkeit und Leere.
Sie fühlen sich so an.
Töten das Gefühl.
Lassen die Liebe ersterben…
Ich reiße mich aus den Gedanken.
Der Tag geht zu Ende.
Ein Sommertag.
Und doch wie Herbst.
Er hat die Sonne gestohlen…
Vivienne/Gedankensplitter