Ich verachte dich.
Ja.
Ich verachte dich.
Aus ganzem Herzen.
Ich verachte dich.
Und begreife nicht.
Dass ich dich je achten konnte.
Dass ich sogar mochte.
Irgendwie.
Aber du…
Nein.
Du bist nicht das, wofür ich dich hielt.
Nicht ein bisschen.
Ich sehe dich an.
Betrachte dein Gesicht.
Sehe dir zu.
Wie du gestikulierst.
Wie du dich bewegst.
Und doch sehe ich durch dich durch.
Du bist nur eine Larve.
Nicht echt.
Überhaupt nicht echt…
Dir bin ich egal.
Im Grunde genommen.
Was aus mir wird.
Wie es weitergehen soll.
Mit mir.
Das berührt dich nicht.
Hauptsache.
Du hast dein Ziel erreicht.
Hauptsache.
Die Sache ist abgeschlossen.
Und ich staune über mich selbst.
Und dass ich dir je trauen konnte.
Dass ich dir vertrauen konnte.
Dass ich dich für etwas Besonderes hielt.
Aber du hast mich nur benutzt.
Und danach ausgespuckt.
Und so getan.
Als ginge es dich nichts an.
Als ginge ich dich nichts an…
Solche Dinge passieren.
Auch mir.
Und nicht das erste Mal…
Aber bei dir dachte ich.
Du bist in Ordnung.
Auf dein Wort ist Verlass…
Mit Sicherheit!
Grausame Täuschung.
Ich stehe vor den Trümmern meines Irrtums.
Fast unbegreiflich.
Vertrauenswürdig siehst du noch immer aus.
Oberflächlich betrachtet.
Aber wenn ich dich so ansehe.
Könnte mir schlecht werden.
Mein Geld sehe ich nie wieder!
Ich wende mich ab.
Ich brauche frische Luft.
Bevor ich ersticke.
Und ich weiß.
Ich kann nichts tun.
Du wirst neue Leute finden…
Immer wieder.
Nach einer wahren Begebenheit
Vivienne/Gedankensplitter